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PDC: Office-Betas auf breiter Front

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Tag Zwei von Microsofts Professional Developers Conference 2009 brachte Neuigkeiten für die Software auf Client-Rechnern. Dazu gehörte nicht nur das Feuerwerk neuer Features für Silverlight, sondern auch die Feature-Beschreibung für Microsofts nächsten Webbrowser IE 9, und aus dem Office-Umfeld eine ausführliche Vorstellung des kommenden SharePoint Server 2010, mit dem sich deutlich vielfältigere Inhalte auf Websites zaubern lassen als zuvor.

Zunächst hat Microsofts Prasident Steven Sinofsky erste Blicke auf die kommende Browser-Version Internet Explorer 9 gewährt. Vor allem an der Temposchraube haben die IE-Tüftler in der erst dreiwöchigen Entwicklungsphase gedreht. Dank Zugang zur Hardware-Beschleunigung in DirectX 11 scheint IE 9 in Webkits Sunspider-Leistungstest deutlich besser abzuschneiden als sein Vorgänger und führt laut Sinofsky jetzt die Riege der häufig genutzten Browser an. Im ACID-3-Benchmark verbessert sich Internet Explorer von vormals 20 auf nunmehr 32 von 100 möglichen Punkten. Natürlich werde auch weiter an der Unterstützung des Standards HTML 5 gearbeitet, versicherte Sinofsky.

Weiter fortgeschritten und ab sofort verfügbar sind Betaversionen von MS Office 2010 für Windows sowie für Windows Mobile 6.5, vom Vektor-Grafikprogramm Visio 2010 und von der Projektverwaltung Project 2010. Die Besonderheiten dieser Produkte hatten auf der PDC bereits keinen großen Neuigkeitswert mehr und waren auch schon Gegenstand früherer Berichterstattung .

Anders verhält es sich mit SharePoint, für das es nach wie von neues zu erfahren gibt. Zum Beispiel sollen Entwickler den Server nun auch auf dem Client-Betriebssystem Windows 7 ausführen können, statt wie bisher ein Serversystem vom Schlage des Windows 2008 zu benötigen. Das kommt gerade recht, da das kommende Visual Studio 2010 drastische Vereinfachungen mitbringt, um Webparts für SharePoint zu kodieren. Mit einem einfachen Druck auf F5 sollen sich die Kompilate auf SharePoint ausführen lassen, inclusive Debug-Möglichkeiten auf der Webseite, und zur Beruhigung stabilitätsbesorgter SharePoint-Admins sogar im Sandkasten, sodass ein fehlerhaftes Webpart keine Gefahr für die produktive SharePoint-Site darstellen muss.

Interessante Koproduktionen ermöglicht Microsoft mit den Produkten SQL Azure, den neuerdings bidirektional funktionsfähigen Business Connectivity Services, SharePoint und Silverlight: Demnach kann man von einem SharePoint-Webpart Anfragen an eine Datenbank in der Coud entgegennehmen, die zurück gelieferten Daten auf der SharePoint-Seite publizieren und mit Silverlight aufpeppen. SharePoint bringt zwar ein vorgefertigtes Webpart zum Rendern beliebiger Silverlight-Inhalte mit, lässt sich jedoch über Visual Studio auch mit maßgeschneidertem Code bestücken.
(hps)

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