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PTScientists: Berliner Mondlande-Start-up vorläufig insolvent

Eigentlich plant PTScientists in zwei Jahren eine unbemannte Mondlandung. Erst einmal muss das Berliner Unternehmen nun aber die Finanzierung sicherstellen.

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(Bild: PTScientists)

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Das Berliner Raumfahrt-Start-up PTScientists ist zumindest vorübergehend insolvent. Wie das Unternehmen nun erklärte, sei es "bei der Einwerbung von weiteren Inverstoren- und Fördergeldern für die geplante Mondmission zu ungeplanten Verzögerungen gekommen".

Deswegen gebe es aktuell einen Liquiditätsengpass und der Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht Berlin Charlottenburg sei rechtlich erforderlich. Der Betrieb und die Forschung des Unternehmens mit seinen 60 Mitarbeitern laufe aber ohne Einschränkungen weiter.

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Anfangs unter dem Namen Part Time Scientists bereitet das Berliner Unternehmen seit 2009 eine unbemannte Mondlandung vor. Die sollte zuerst im Rahmen des Google-Wettbewerbs "Lunar XPrize" gelingen und bis zu 30 Millionen US-Dollar Preisgeld einbringen. Das gelang nicht, aber das Ziel blieb. Gegenwärtig will PTScientists im Jahr 2021 eine Mondlandefähre und einen Mond-Rover auf den Weg bringen. Dafür kooperiert das Unternehmen unter anderem mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Europäischen Weltraumagentur ESA und der ArianeGroup. Auf dem Mond sollen technische Verfahren zur Nutzung von Ressourcen erprobt werden.

Das ambitionierte Vorhaben soll durch den nun gestellten Insolvenzantrag lediglich zeitlich etwas zurückgeworfen werden, gibt man sich bei PTScientists überzeugt. Zunächst solle nun mit dem Insolvenzverwalter die weitere Finanzierung sichergestellt werden. Gründer und CEO Robert Boehme meint, man habe dank der klaren Fortschritte und Erfolge der vergangenen Monate "beste Voraussetzungen, um aus dem Insolvenzverfahren gestärkt hervorzugehen und unsere Mondmission wie geplant umzusetzen". (mho)