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Paketbutler: Telekom bietet vernetzte Lieferbox für die Wohnungstür

Pakete auch in Abwesenheit annehmen - das verspricht die "Paketbutler" genannte Lieferbox. Dank eigener SIM soll die Box dann auch gleich die Pushnachricht über den Empfang aufs Smartphone schicken.

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Paketbutler: Telekom bietet vernetzte Lieferbox für die Wohnungstür

(Bild: feldsechs)

Die Deutsche Telekom verkauft nun ihre "Paketbutler“ genannte vernetzte Paketbox. Die Box soll der Empfänger bei Abwesenheit an der Wohnungstür platzieren, so dass der Zusteller dort die Sendungen hineinlegen kann. Zunächst ist die für 249 Euro Kaufpreis oder 7,99 Euro Mietpreis bei 36 Monaten Laufzeit erhältliche Box nur für Kunden in Hamburg, München, Köln und Bonn einsetzbar. Eine Ausweitung auf ganz Deutschland soll aber bald folgen, wie die Telekom verspricht.

Im Grunde handelt es sich um einen faltbaren Stoffsack mit verschließbaren Deckel und Bodenplatte – laut Telekom brandsicher und reißfest. Das ganze wird dann über einen Haltegurt zwischen Wohnungstür und Zarge arretiert. Anders als die festinstallierten DHL-Paketkästen lässt sich der Paketbutler prinzipiell von allen Lieferdiensten bestücken. Auch Retouren sollen sich damit abwickeln lassen – das ist offenbar aber auf DHL beschränkt. Bis zu 30 cm × 50 cm × 70 cm große Pakete können darin untergebracht werden, das entspricht dem XL-Format der DHL-Pakete. Maximalgewicht für Pakete ist 31,5 Kilogramm.

So stellen sich feldsechs und die Telekom den Einsatz des Paketbutlers vor. (Quelle: feldsechs / Telekom)

Butler mit eigener SIM

Um mit dem Empfänger kommunizieren zu können, ist das System mit einer eigenen SIM-Karte ausgestattet. Die Kunden können die Box über eine eigene App für iOS und Android verwalten. Hat der Zusteller ein Paket darin deponiert und die Box verschlossen, erhalten die Kunden eine Push-Nachricht aufs Smartphone. Geöffnet werden kann die Box dann wieder über eine aus der App generierte PIN, die man auf dem Touchfeld im Deckel der Box eingibt. Der im Deckel innenliegende Akku wird über eine Ladebuchse an der Deckelaußenseite geladen – er soll rund 3 Monate halten.

Für den Betrieb der SIM-Karte ist der Telekom-Dienst Butler Connect nötig. Beim Kauf sind 36 Monate des sonst 1,49 Euro pro Monat kostenden Dienstes inbegriffen. Danach wird man dann wohl separat dafür zahlen müssen.

Sowohl bei Kauf als auch Miete ist zudem eine drei Jahre gültige Versicherung gleich mit an Bord – 180 Euro für den Paketbutler selbst und bis zu 750 für den Inhalt. Die Telekom hat das System gemeinsam mit dem Münchner Unternehmen Hyve entwickelt, Partner waren zudem das Hamburger Unternehmen feldsechs service sowie DHL. Vor dem Marktstart wurde der Paketbutler einem Praxistest mit 200 Zalando-Kunden unterzogen. Die Telekom bietet das System ab dem 15. August an, die Shops von DHL und feldsechs waren schon früher damit am Start. (axk)

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