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Pakistan sperrt Facebook, YouTube und Twitter

Nach gewaltsamen Zusammenstößen zwischen ultrareligiösen Hardlinern und der Polizei sind diverse soziale Medien in Pakistan gesperrt.

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(Bild: dpa, Ole Spata/dpa)

Mit Polizei, Militär und verstärkter Medienkontrolle versucht die pakistanische Regierung die angespannte Lage in der Hauptstadt Islamabad wieder in den Griff zu bekommen: unter anderem wurden Facebook, YouTube und Twitter gesperrt. Ministerpräsident Shahid Khaqan Abbasi ließ auch Live-Berichterstattungen in TV-Sendern stoppen.

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Ultrareligiöse Hardliner protestieren schon seit einigen Wochen in der Hauptstadt gegen die Regierung. Konkretes Protestziel war die Amtsenthebung von Justizminister Zahid Hamid. Die Demonstranten legten mit Sitzstreiks wichtige Ausfallstraßen der Großstadt lahm. Am Samstag sollte dann die Blockade beendet werden, das höchste Gericht Pakistans hatte die Räumung angeordnet. Dabei kam es zu schweren Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten. Medienberichten zu Folge es gab Tote und Verletzte. Inzwischen soll es auch Proteste in anderen pakistanischen Großstädten, darunter Karatschi und Lahore, geben. Beobachter befürchten, dass das Land durch die Unruhen in eine Staatskrise stürzen könnte. (sea)

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