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Palm-Aktionäre billigen Übernahme

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Die Aktionäre des Smartphone-Herstellers Palm haben in einer außerordentlichen Hauptversammlung den Plänen zur Übernahme des Unternehmens durch HP zugestimmt. Palm geht in einem Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC davon aus, dass die Akquisition zum 1. Juli abgeschlossen werden kann. Zu einem früheren Zeitpunkt hatten die Vorstände der beiden Unternehmen die am 28. April 2010 verkündete Übernahme abgesegnet.

Mitte Juni hatte Palm einen Streit mit den Anteilseignern beigelegt, die sich durch den Verkauf benachteiligt sahen. Die Aktionäre hatten dem Management vorgeworfen, einen zu schlechten Preis ausgehandelt zu haben. HP zahlt pro Aktie 5,70 US-Dollar, insgesamt kostet die Übernahme 1,2 Milliarden Dollar.

HP-Chef Mark Hurd hatte Anfang Juni geäußert, vor allem an dem geistigen Eigentum Palms interessiert zu sein. Besonders das Betriebssystem WebOS hat es HP angetan, das in kleinen, mit dem Internet verbundenen HP-Geräten wie Druckern oder Tablets zum Einsatz kommen könne. Auch im Smartphone-Geschäft möchte HP weiterhin bleiben, bestätigte der Konzern kurz darauf. Dieses Segment ist allerdings zurzeit defizitär. (ane)