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CES

Palm Pre entzückt das CES-Publikum

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Das pre soll mit EVDO zunächst auf dem US-Markt erscheinen, eine UMTS-Version soll im Lauf des Jahres folgen.

In einer Präsentation auf der CES hat Palm gleichzeitig die neue Betriebssystem-Plattform webOS und sein neues Smartphone pre vorgestellt. webOS – bislang unter dem Codennamen Nova kolportiert – ist multitasking-fähig, laufende Anwendungen werden wie Spielkarten gestapelt und per Fingerstrich verschoben, hervorgeholt oder weggesteckt. Meldungen von im Hintergrund laufenden Anwendungen erscheinen, indem das Fenster der aktiven Applikation etwas verkleinert wird. webOS erkennt identische E-Mail- und Chat-Kontakte und stellt diese gemeinsam dar. Darunter fallen auch Kontakte aus sozialen Netzwerken wie Facebook oder Outlook- und Google-Adressbücher, eine Änderung in webOS führt zu einer Aktualisierung in den unterstützten Diensten. Die Entwicklung von Anwendungen für das neue Betriebssystem will Palm erleichtern, indem Palm beim pre – wie auch schon Apple – lediglich Browser-gestützte Anwendungen erlaubt. Dazu soll der Browser Industriestandard-Techniken wie CSS, XHTML und JavaScript unterstützen.

Palms erstes Smartphone mit dem neuen Betriebssystem ist das pre. Es ist deutlich kleiner und leichter als Palms bisherige Treo-Geräte und auch etwas kleiner als ein iPhone. Mit seinem 3,1 Zoll großen Multitouch-Display ähnelt es Apples Telefon, verfügt aber zusätzlich über eine ausschiebbare, alphanumerische Tastatur. Im geschlossenen Zustand ist nur der Einschaltknopf unter dem Schirm zu sehen.

Palms neuer pre mit hochgeschobenem Display

Der Wechsel zwischen Applikationen geschah in der CES-Demonstration verzögerungsfrei, sicher auch ein Verdienst des OMAP-Prozessors, der auf 8 GByte internen Speicher zurückgreifen kann. Programme für Foto- und Videobetrachtung sowie ein Musik-Player sind vorinstalliert, für Fotos steht eine 3-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz zur Verfügung.

Sensoren für Lage, Helligkeit sowie Entfernung und Beschleunigung registrieren die Betriebsbedingungen. Die Anzeige schwenkt bei Drehungen des Geräts automatisch zwischen horizontaler und vertikaler Ausrichtung, passt ihre Helligkeit der Beleuchtung an und schaltet ab, wenn das Telefon ans Ohr geführt wird. Der pre soll im ersten Halbjahr exklusiv beim US-Carrier Sprint erscheinen und funkt daher in seinen ersten Versionen nur mit EVDO; GSM oder UMTS sind nicht an Bord. Eine UMTS-Version hat Palm zwar angekündigt, über Vermarktung in Europa und die Preise für den pre schweigt sich der Hersteller jedoch noch aus. Als weitere Verbindungen nennt Palm WLAN (802.11b/g) und Bluetooth (2.1+EDR), auch ein GPS-Empfänger ist eingebaut. Das pre ist wegen seiner Tastatur mit 17 mm deutlich dicker als das iPhone, jedoch mit 135 Gramm fast gleich schwer. Als Zubehör ist eine kontaktlose Ladestation namens Touchstone erhältlich, die jedoch einen speziellen Akkudeckel voraussetzt. Weitere technische Daten zum pre liefert unsere Handy-Galerie. (Erich Bonnert) / (ll)

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