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Palm tief in den roten Zahlen

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Der Smartphone- und PDA-Hersteller Palm ist im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal tiefer in die Verlustzone gerutscht. Den verzögerten Marktstart eines neuen Geräts und unvorhergesehene Garantie-Reparaturen hatte Palm schon Anfang Dezember als Grund für die Senkung der Umsatz- und Gewinnprognose angegeben; Mitte Dezember kündigte Palm daraufhin auch noch Restrukturierungen und weitere Entlassungen an.

Nun legte Palm die Bilanzen vor, in denen ein Nettoverlust für das zweite Geschäftsquartal von 8,85 Millionen US-Dollar (9 US-Cent je Aktie) verzeichnet ist nach einem Gewinn von 12,77 Millionen US-Dollar (12 US-Cent je Aktie) im gleichen Quartal des Vorjahrs. Für das erste Halbjahr lag der Nettoverlust bei 9,69 Millionen US-Dollar, im ersten Halbjahr des vergangenen Geschäftsjahrs erreichte Palm noch einen Gewinn von 29,27 Millionen US-Dollar. Der Umsatz sank im zweiten Quartal im Jahresvergleich von 392,9 Millionen US-Dollar auf 349,6 Millionen US-Dollar und in den ersten sechs Monaten von 748,7 Millionen US-Dollar auf 710,39 Millionen US-Dollar.

Für das laufende dritte Geschäftsquartal erwartet das Unternehmen einen noch höheren Verlust zwischen 31 und 33 US-Cent je Aktie. Neben den Schwierigkeiten mit dem neuen Produkt, das Palm nicht weiter beschrieb, machen dem Unternehmen unter anderem die scharfe Konkurrenz des kanadischen Blackberry-Herstellers RIM und von Apples iPhone zu schaffen: Die in der Vergangenheit erfolgreichen Smartphones der Treo-Serie verlieren kontinuierlich Marktanteile. Palm hatte zudem bereits den Linux-PDA Foleo kurzerhand auf Eis gelegt, auch die Weiterentwicklung des Palm OS stockt – das Betriebssystem wurde zuletzt 2004 grundlegend überarbeititet; 2005 hatte Palm alle Markenrechte von PalmSource erworben, die seit September 2005 zu Access gehören und einen eigenen Palm-OS-Nachfolger entwickeln. (jk)