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PalmOne stellt Bluetooth-Treo vor

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PalmOne Treo 650

Die Gerüchteküche brodelte seit Monaten und die technischen Eckdaten des Treo 650 wurden schon im Juni kolportiert. Auf ersten Bildern waren der höher auflösende Bildschirm, ein Bluetooth-Icon sowie die neue Tastenanordnung schon zu erkennen. Nun wurde das neue Smartphone auch offiziell vorgestellt.

Das Display mit 320 × 320 Pixeln Auflösung und die Bluetooth-Unterstützung beheben die beiden größten Schwachpunkte des aktuellen Treo 600, das vorerst weiter im Angebot bleibt. Der mit 312 MHz getaktete PXA270-Prozessor greift auf 32 MByte Flash-Speicher zu, der auch bei vollständig entladener Batterie seine Inhalte nicht verliert. Für den Benutzer stehen 23 MByte für Daten und eigene Programme zur Verfügung, den Rest belegt die Systemsoftware. Als Betriebssystem kommt Palm OS Garnet 5.4 zum Einsatz.

Anders als das aktuelle Modell hat der Treo 650 nun einen austauschbaren Akku unter einer Blende auf der Rückseite sowie einen kleinen Spiegel für Selbstportraits. Die eingebaute Kamera mit VGA-Auflösung soll im Unterschied zu der des Vormodells nun auch bei schwächeren Lichtverhältnissen akzeptable Bilder liefern. Die Kamerasoftware erhält einen zweifachen Digitalzoom und nimmt Videos mit 352 × 288 oder 176 × 144 Punkten auf. Das mitgelieferte Synchronisationskabel hat den gleichen Anschluss wie der vor kurzem vorgestellte Tungsten T5. Alle neuen Geräte von palmOne sollen in Zukunft entweder diesen so genannten Multi-Connector oder eine einfache Mini-USB-Buchse erhalten.

Das Bedienkonzept für den Treo 650 wurde nochmals überarbeitet. Zwei Tasten für das Menü und die Programmübersicht wandern von der ungünstigen Position rechts unten direkt unter das Display. Die beiden äußeren Tasten der bereits vorher vorhandenen, nun darunter liegenden Reihe dienen wie bei anderen Telefonen zum Einleiten oder Beenden von Gesprächen und sind nunmehr deutlich grün und rot gekennzeichnet. Die rote Taste übernimmt gleichzeitig die Funktion des vorher neben der Stummelantenne angeordneten Einschalters. Der Stummschalter bleibt erhalten. An der linken Seite des Gerätes gibt es unterhalb der Wippe eine neue frei programmierbaren Taste.

Die Software-Ausstattung wurde aufgewertet und enthält nun den Blazer 4.0 als Standardbrowser. VersaMail 3.0 synchronisiert mit Exchange Server 2003 oder ruft Mail von POP3- und IMAP-4 Servern ab. Dateien von Microsoft Office lassen sich mit Documents to Go direkt auf dem Gerät anschauen oder ändern. SMS- und MMS-Nachrichten werden in einem gemeinsamen Programm bearbeitet. Als MP3-Spieler dient der altbekannte RealPlayer. Unter Windows kann man die Musikdateien auf der Speicherkarte direkt von der Desktop-Version des RealPlayer verwalten. Für den Mac gibt es ein Droplet, das Musikdateien zum Beispiel von iTunes aus überträgt.

Wie erwartet, hat das Treo 650 keinen WLAN-Funk. Ob der etwas tiefer eingebaute SD/MMC(SDIO)-Slot den Betrieb der WLAN-Karte von PalmOne erlaubt, die bisher nur mit Tungsten T3, T5 und Zire 72 funktioniert, ist unklar.

PalmOne wird zwei verschiedene Versionen des Treo 650 für GSM-Netze (Quadband 850, 900, 1800 und 1900 MHz) mit GPRS- und EDGE-Unterstützung sowie für die in USA verbreiteten CDMA-Netze anbieten. Zur Verfügbarkeit macht palmOne nur sehr wolkige und zu den Preisen gar keine Angaben. In USA soll das Gerät über die Netzanbieter noch in 2004 verfügbar sein. Für den Rest der Welt wird ganz lapidar ein Rollout in 2005 angekündigt. Das Treo 600 hatte es in Deutschland nur bei Debitel sowie über den normalen Handelskanal gegeben. Zu welchem Preis und wann man das Treo 650 ohne Mobilfunkvertrag bekommt, ist unbekannt. (Volker Weber) (dal)

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