Panasonic bringt ersten Ultra-HD-Blu-ray-Recorder

Der Elektronikkonzern wird zwei UHD-Blu-ray-Festplatten-Recorder für Satelliten- beziehungsweise Kabel- und DVB-T2-HD-Empfang auf den Markt bringen.

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(Bild: heise online / Nico Jurran)

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Panasonic hat auf seiner Hausmesse "Panasonic Convention 2017" in Frankfurt seine ersten Digital-TV-Recorder vorgestellt, die ultrahochaufgelöste Fernsehsignale aufnehmen und auf Ultra HD Blu-ray speichern können. Ab Anfang April sollen zwei Modelle erhältlich sein: Der DMR-UB90 mit Triple-Tuner, 2-TByte-Platte und zwei HDMI-Ausgängen für rund 1000 Euro und der DRM-UB80 mit Twin-Tuner, 1-TByte-Platte und einem HDMI-Ausgang für knapp 850 Euro.

Der UB90 nimmt bis zu drei Sendungen parallel auf, die Kapazität der 2-TByte-Platte soll für bis zu 151 Stunden in Ultra HD oder 847 Stunden in Standardauflösung reichen.

Sowohl der UB90 als auch der UB80 werden jeweils in zwei Versionen angeboten: In einer S-Variante für den Empfang von Satellitenfernsehen (DVB-S/S2) und in einer C-Ausführung für den Empfang von digitalem Kabelfernsehen (DVB-C). Die C-Ausführung wird auch in der Lage sein, über das neue digitale Antennenfernsehen DVB-T2 HD verbreitete Sendungen zu empfangen und aufzuzeichnen. Allerdings wird über diesen Übertragungsweg auch in Zukunft kein UHD-TV ausgestrahlt. Beide Geräte haben zwei CI-Plus-Slots.

Der UB404 bietet wiederum zwei HDMI-Ausgänge, um Bild und Ton auf Wunsch getrennt ausgeben zu können. Einen analogen Mehrkanal-Ausgang hat der neue Player nicht.

(Bild: heise online / Nico Jurran)

Panasonic kündigte zudem den UHD-Blu-ray-Player DMP-UB404 offiziell für den europäischen Markt an. Bei dem Modell sticht vor allem der Videoprozessor HCX (Hollywood Cinema Experience) heraus, der mit dem Chip in den bisherigen Modellen DMP-UB900 und -704 mithalten können soll – bei einem wesentlich geringeren Einstiegspreis (rund 350 Euro, ab April erhältlich).

Bereits auf der CES hatte Panasonic neue HDR-Modi vorgeführt, die in hellen und in dunklen Umgebungen eine optimale Wiedergabe von Videos mit erhöhtem Kontrast (High Dynamic Range) gewährleisten sollen. Bei den bisherigen Modellen, die weiterhin angeboten sollen, sollen diese Modi mittels Firmware-Update Ende April nachgereicht werden. Panasonic gehört zu den Unternehmen, die sich bislang noch keine Unterstützung eines dynamischen HDR-Formats wie Dolby Vision angekündigt haben, sondern sich auf das derzeit auf Ultra HD Blu-rays noch ausschließlich verwendete statische HDR-Format HDR-10 beschränken.

Bei der Audio-Wiedergabe soll der neuen Player Maßstäbe setzen: So unterstützen er neben dem konventionellen Formaten (WAV , FLAC , MP3, AAC und WMA) auch DSD- (5.6 MHz/2.8 MHz) und ALAC-kodierte Musikdateien. Der DSP im UB404 soll zudem den Klang von Röhrenverstärkern simulieren können.

(nij)