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Panasonic rechnet mit Gewinnrückgang

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Der japanische Elektronikriese Panasonic prognostiziert (PDF-Datei) für das laufende Geschäftsjahr einen operativen Gewinn von 270 Milliarden Yen (2,36 Milliarden Euro). Im vorigen Geschäftsjahr hatte Panasonic operativ 305 Milliarden Yen in schwarzen Zahlen geschrieben. Der Nettogewinn werde voraussichtlich von 74 Milliarden auf 30 Milliarden Yen zurückgehen, teilte das Unternehmen weiter mit. Analysten waren laut Bloomberg von 35 Milliarden Yen ausgegangen. Der Umsatz werde sich um 8,7 Billionen Yen (76 Milliarden Euro) bewegen und damit etwas über dem Umsatz des Vorjahres liegen.

Der japanische Konzern reicht damit die Jahresprognose nach, die er zur Vorlage der Bilanz des vorigen Geschäftsjahres Ende April noch nicht präsentieren konnte, da die Auswirkungen des Erdbebens vom 11. März allzu schwer abzusehen waren. Das Unternehmen plant, weltweit insgesamt 17.000 Mitarbeiter zu entlassen, unter anderem da sich Geschäftsbereiche von Panasonic Electric Works mit der neuen Tochter Sanyo Electric überschneiden. Sanyo wird voraussichtlich in diesem Geschäftsjahr einen operativen Verlust von 63 Milliarden Yen verbuchen.

Panasonic selbst konnte nach dem Erdbeben und dem Tsunami seine Produktion weitgehend aufrechterhalten, aber besonders die Lieferkette bereitet dem Unternehmen Sorgen. So rechnet es allein für die ersten sechs Monate mit einem Umsatzrückgang von 160 Milliarden Yen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, bevor sich die Lage voraussichtlich ab September erholt, berichtet das Wall Street Journal. Panasonic steht vor allem im Geschäft mit Flachbildschirmfernseher unter starkem Preisdruck. Finanzchef Makoto Uenoyama weist aber auch darauf hin, dass beispielsweise die Nachfrage nach energiesparenden Haushaltsgeräten in Folge des Erdbebens gewachsen sei. (anw)