Menü

Panasonic schließt Fabrik für Plasma-TVs

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 198 Beiträge
Von

Panasonic will im Laufe des Jahres seine Plasmadisplay-Fabrik in Shanghai schließen; die dortige Produktion wurde bereits gestoppt. Stattdessen will Panasonic nun in seiner LCD-Fabrik in Jinan in der chinesischen Provinz Shandong große Plasmafernseher zusammenbauen.

In einigen großen Smart-TVs nutzt Pansonic weiterhin die Plasma-Technik, die meisten Fernseher sind aber auch hier LCDs, oft mit eigenen IPS-Alpha-Panels.

In Japan produziert das Unternehmen weiterhin Plasmadisplays, aber auch hier wurde die Produktion in der Vergangenheit zurückgefahren. So lag etwa die Fertigung in der Plasmapanel-Fabrik im Amagasaki in Westen Japans lange Zeit brach, auch begründet durch die finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens. Die Produktion von Plasmafernseher beläuft sich bei Panasonic in diesem Geschäftsjahr voraussichtlich auf insgesamt 2,5 Millionen Geräte – im Jahr zuvor waren es noch 5,7 Millionen.

Die Plasmas sind gegenüber den LCDs in den letzten Jahren kräftig ins Hintertreffen geraten: So schmolzen die weltweiten Verkäufe von Fernsehgeräten mit Plasmadisplay laut DisplaySearch im vergangenen Jahr um 24 Prozent auf insgesamt 13 Millionen Stück zusammen, bis 2015 sollen es weltweit weniger als 3 Millionen sein.

Der größte Teil der aktuellen TV-Modelle nutzt inzwischen auch bei Panasonic ein LCD-Panel: Hierfür besitzt das japanische Unternehmen mit IPS-Alpha eine ausgezeichnete Paneltechnik. Bei den Einstiegsgeräten gibt’s ausschließlich LCD-Technik, Plasmatechnik steckt nur in den höherwertigen Smart-TVs mit größeren Diagonalen. Mehr Bedarf für die Plasmatechnik sieht Panasonic im öffentlichen Bereich.

Außerdem hat der japanischen Hersteller nun auch die OLED-Technik im Blick: Auf der CES sorgte Panasonic mit einem gedruckten OLED-Display in Fernsehergröße für Aufsehen. (uk)