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Panasonic stellt Blu-ray-Laufwerke vor

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BD-Laufwerke von Panasonic (Foto: Martin Kölling)

Der japanische Elektronikhersteller Matsushita Electric Industrial (Panasonic) hat heute ein erstes Blu-ray-Disk-Laufwerk (BD) für PCs vorgestellt. Die Laufwerke sollen im Juni in Japan auf den Markt kommen. Auch die Produktion dünnerer BD-Laufwerken für Notebooks wird nach Angaben des Unternehmens noch in diesem Monat beginnen.

Die Laufwerke können sowohl BDs mit einem und zwei Layern, heutige DVDs respektive CDs lesen sowie beschreiben und werden auch an andere Computer-Hersteller verkauft. Außerdem präsentierte Panasonic speziell beschichtete bespielbare BDs mit Speicherkapazitäten von 25 Gigabyte (einfacher Layer) und 50 Gigabyte (doppelter Layer), die ohne die bisher übliche Schutzhülle in die Laufwerke geschoben werden können.

Der Konzern will die Welt des Heimkinos über den Computermarkt erobern – und sieht als obersten Kundenwunsch derzeit die Speicherung großer Datenmengen. "Unser größter Wettbewerbsvorteil kommt von den Laufwerken", erklärte Kazuhiro Tsuga, Chef der Netzwerkabteilung Panasonics, gegenüber Technology Review. Als Verhandlungsrichtschnur mit Computerherstellern für das BD-Multi-PC-Laufwerk LF-MB121JD nannte Panasonic 100.000 Yen (690 Euro).

Dafür kann das Gerät zusätzlich zu den diversen DVD- und CD-Formaten alle BD-Standards verarbeiten, von Filmen über einmal bis mehrfach bespielbare BDs. Das neue Laufwerk bietet doppelte Lese- und Schreibgeschwindigkeit bei BDs und achtfaches Tempo bei DVDs. Dazu gibt Software zum Speichern der riesigen Datenmengen sowie zum Editieren von Videos und Audiodateien.

Speziell für den Einsatz in Notebooks hat Panasonic Bds mit einem harten Schutzfilm entwickelt, die nicht so leicht zerkratzen und nicht so empfindlich auf Fingerabdrücke reagieren wie die bisherigen BDs. Die einfach bespielbaren kosten umgerechnet 12,50 Euro für die 25-Gigabyte- und 30 Euro für die 50-Gigabyte-Variante. Mehrfach bespielbare starten bei 17,50 Euro für die BD mit einem Layer und enden bei 41,50 Euro für den Silberling mit zwei Layern.

Siehe auch Technology Review online:

(Martin Kölling, Tokio) / (wst)