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Panasonic will in umweltfreundliche Technik investieren

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Der japanische Elektronikkonzern Panasonic will bis 2012 rund 1 Milliarde US-Dollar in die Entwicklung von Technik investieren, die in Haushalten beim Stromsparen helfen soll. Panasonic-Präsident Fumio Ohtsubo sagte in einem Interview mit der Finanznachrichtenagentur Bloomberg, das Unternehmen werde vermehrt Solar-Panel, Geräte zur Überwachung und Analyse des Stromverbrauchs und Energiespeicher produzieren und dabei von Technik profitieren, die beim bisherigen Konkurrenten Sanyo entwickelt wurde. Panasonic ist seit einem Jahr an Sanyo interessiert und bietet mittlerweile 403 Milliarden Yen (3 Milliarden Euro) für die Übernahme.

Die Neuausrichtung des Konzerns stehe im Zusammenhang mit der Tendenz zu einer niedrigeren Wachstumsrate bei Verbraucherelektronik und Haushaltsgeräten. Das Wachstum reiche gegenüber dem des Konkurrenten Samsung in diesen Bereichen nicht mehr aus, sagte Ohtsubo. Gleichzeitig interessierten sich die Verbraucher zunehmend für umweltfreundliche Technik. Laut einem weiteren Bloomberg-Bericht verhandelt Panasonic zudem mit Autoherstellern über die Lieferung von Lithium-Ionen-Akkus. Zur Verdreifachung der Produktion von Lithium-Ionen-Akkus wolle Panasonic bis Oktober 2011 umgerechnet gut 900 Millionen Euro investieren.

Das Übernahmeangebot für Sanyo gilt noch bis 9. Dezember. Panasonic hat vergangene Woche von der US-Regulierungsbehörde Federal Trade Commission die Zustimmung zu dem Geschäft unter Auflagen erhalten. Panasonic und Sanyo hätten bereits zugesagt, den Auflagen entsprechend das Geschäft mit mobilen Nickel-Metallhydrid-Akkus an die Fujitsu-Tochter FDK zu verkaufen. Die EU-Kommission hatte Ende September ebenfalls unter Auflagen grünes Licht gezeigt. Außer im Bereich der Nickel-Metallhydrid-Akkus hatte sie Bedenken bei zylindrischen Lithiumbatterien und wiederaufladbaren Knopfzellen. (anw)