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Panne im T-Mobile-Netz wird untersucht [Update]

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Bei T-Mobile mussten einige Techniker wohl Überstunden einschieben, um den Netzausfall zu beheben

(Bild: T-Mobile)

Nach dem bundesweiten Ausfall im T-Mobile-Netz sucht die Telekom am heutigen Mittwoch weiter fieberhaft nach den Ursachen. Am Dienstag mussten Millionen T-Mobile-Kunden über Stunden aufs mobile Telefonieren verzichten. Zwei von drei zentralen Systemen waren nach Angaben der Telekom ausgefallen. Wie es zu der massiven Panne bei T-Mobile kommen konnte, blieb aber zunächst unklar. Am Abend wurden die Systeme wieder hochgefahren, was sich dann über Stunden hinzog, um nicht einen erneuten Zusammenbruch auszulösen.

Seit 16 Uhr waren die Störungen aufgetreten. Seit 19 Uhr liefen die für die Panne verantwortlichen Computer wieder, betonte ein Telekom-Sprecher. Grund war nach den Angaben der Telekom ein Softwarefehler im sogenannten Home Location Register (HLR). Diese Systeme verarbeiten die Kundendaten und sind dafür zuständig, eine Verbindung zwischen Mobilfunkstation und der zugehörigen Mobilfunknummer herzustellen. Noch allerdings sei unklar, warum die Rechner ausgefallen seien; Ursache sei jedenfalls ein Softwarefehler. Dies solle nun untersucht werden. Das Unternehmen bat die Kunden um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten.

[Update]:
Mittlerweile erklärte Telekom-Sprecher Jürgen Will gegenüber dpa, bei der bundesweiten Störung des T-Mobile-Handynetzes am gestrigen Dienstag seien alle drei für das Home Location Register zuständigen Systeme ausgefallen. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass der Softwarefehler von außen verursacht worden sei. Ein Hacker-Angriff sei nach bisherigen Erkenntnissen "sehr, sehr unwahrscheinlich"; die genaue Ursache werde weiter untersucht. Gegenüber dem Tagesspiegel hatte ein T-Mobile-Sprecher betont, die Panne sei so gravierend gewesen, dass die Techniker zunächst offenbar noch nicht einmal wussten, wo genau das Netz ausgefallen war. (jk)