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Papst: Fürchtet Euch nicht vor dem Internet

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Papst Johannes Paul II. hat die Medien in einem apostolischen Brief zur Verantwortung für Frieden, Solidarität und Völkerverständigung aufgerufen. Zugleich verlangte er gesetzliche Regelungen, um Meinungsvielfalt in den Medien zu garantieren. "Wenn sie (die Medien) im Dienst der Völkerverständigung stehen, sind sie eine mächtige positive Ressource; wenn sie benutzt werden, um Ungerechtigkeit und Konflikte zu nähren, eine zerstörerische Waffe", meint der Kirchenführer in dem am Montag veröffentlichten Schreiben.

Der Papst hatte das knapp 20-seitige Dokument "An die Verantwortlichen der sozialen Kommunikationsmittel" am 24. Januar, also bereits vor seinem Krankenhausaufenthalt, gebilligt. Grundsätzlich fordert er Laien sowie die Verantwortlichen in der Kirche auf, neue Medien wie das Internet zu nutzen. "Fürchtet Euch nicht vor den neuen Technologien!"

Die Medien müssten zu Förderern "der Solidarität und des Friedens" werden. Zum Thema Meinungsvielfalt heißt es, es müssten "zeitgemäße Formen gefunden werden, um den Pluralismus zu garantieren". Gesetzliche Regelungen sollten dafür sorgen, den Menschen "eine breite Teilnahme" an der Leitung der Medien zu ermöglichen. "Die Kultur der Mitverantwortung muss wachsen."

Zudem bräuchten vor allem junge Leute eine Medienerziehung, um das Angebot bewusst und angemessen nutzen zu können. Ohne eine solche würden sie "instrumentalisiert und beeinträchtigt" werden. (dpa) / (tol)