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Parallel-Computer für Bastler

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Besonders glänzen soll der Epiphany-Beschleuniger zwar bei Matrix-Multiplikationen oder Fourier-Transformationen, aber in erster Linie eine Übungsplattform für Parallelprogrammierer sein.

Was Arduino für 8-Bit- und Raspberry Pi für 32-Bit-Mikrocontroller geschafft hat, plant das Startup Adapteva mit dem "Parallella Project" für massiv parallele Prozessoren: Eine preiswerte und offene Entwicklungsplattform, mit der auch unerfahrene Programmierer üben können. Herzstück soll der hauseigene Epiphany-Prozessor mit seinem Multicore Accelerator aus 16 bis 64 RISC-Kernen sein. Um Verwaltungsaufgaben kümmern sich zwei Cortex-A9-Kerne.

Ebenfalls auf der rund 8,6 cm × 5,3 cm großen Platine Platz finden sollen 1 GByte RAM, ein Slot für Micro-SD-Kärtchen, 2 × USB 2.0, HDMI, Gigabit-LAN sowie zwei noch nicht weiter spezifizierte Erweiterungsstecker. Als Betriebssystem hat Adapteva derzeit Ubuntu (11.10) im Visier und arbeitet zudem an einem eigenen Parallel Programming Kit.

Derzeit wirbt das Parallella Project auf der Crowd-Funding-Plattform Kickstarter.com mit Sprüchen wie "Demokratisierung von Parallel Computing" um Investoren. Mit der Produktion losgehen soll es, wenn bis zum 27. Oktober 750.000 US-Dollar zusammenkommen.

Für 99 US-Dollar soll man dann ein Parallella-Board mit zwei ARM- und 16 Epiphany-Kerne bekommen -- also vermutlich dem Epiphany-III-Chip E16G301. Der schafft laut Datenblatt bei 1 GHz Taktfrequenz 32 GFlops während sein Nachfolger Epiphany-IV (E64G401) mit 64 RISC-Kernen und 800 MHz auf 100 GFlops kommt. Allerdings dürften damit jeweils Gleitkommaberechnungen mit einfacher Genauigkeit gemeint sein. Für das ganze Board rechnet Adapteva mit einer Leistungsaufnahme von rund 5 Watt. (bbe)

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