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Parrot stellt neue Kameradrohne Bebop vor

Bebop verzichtet auf eine schwenkbare Kamera-Aufhängung und bildet die Funktion digital mit einem Fisheye-Objektiv nach. Den gewünschten Bildausschnitt wählt man am Tablet – oder mit der Oculus Rift und dem eigenen Kopf.

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Der Quadrokopter-Hersteller Parrot hat eine neue Kamera-Drohne angekündigt. Das Modell Bebop verfügt über eine fest installierte Kamera mit Fischaugen-Objektiv, welches einen Bildwinkel von 180° abdeckt. Aus diesem Panoramabild soll die Drohne in Echtzeit einen frei wählbaren, elektronisch stabilisierten Ausschnitt übertragen können. Durch den Verzicht auf eine mechanische Kamera-Aufhängung (Gimbal) soll das Gerät besonders leicht sein.

Beim Modell Bebop ist die Kamera kein Anhängsel, sondern zentraler Teil des Chassis.

(Bild: Parrot SA)

Offiziell will Parrot das neue Modell erst morgen auf der Fachmesse AUVSI in Florida vorstellen. Einige US-Technikblogs durften Bebop aber offenbar schon ausprobieren: Wie The Verge erfahren hat, plant Parrot einen Preis zwischen 300 und 1000 US-Dollar - den Ladenpreisen von Parrots erster AR.Drone und dem größten Bebop-Konkurrenten, der Kamera-Drohne Phantom von DJI. Die größte Einschränkung für Luftfilmer wird die Akkulaufzeit sein: Schon nach zwölf Minuten soll der Akku mit 1200 mAh erschöpft sein.

Die Kombination aus der optionalen Fernbedienung Skycontroller und der VR-Brille erlaubt, aus bis zu 2 Kilometern Entfernung live mitzufliegen.

(Bild: Parrot SA)

Optional lässt sich die Bebop-Drohne mit dem neuen Parrot Skycontroller steuern, einer Fernbedienung mit zwei Joysticks und einer WLAN-Antenne mit einer Reichweite von 2 Kilometern. Die Videoausgabe geschieht über ein zentral befestigtes Tablet oder Smartphone. Alternativ kann man eine 3D-Brille wie die Oculus Rift anschließen. In diesem Fall sieht man nicht nur, was die Drohne filmt, sondern steuert auch den virtuellen Bildausschnitt mit Kopfbewegungen. Ein ähnliches System hatten norwegische Forscher kürzlich vorgestellt. (phs)