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Path löscht Adressdatenbank

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Update
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Das soziale Netzwerk Path, dessen iPhone-App die gesamten Adressbücher der Nutzer auf einen Server der Firma hochgeladen hat, hat nach heftiger Kritik die Daten jetzt gelöscht. In einem Blogbeitrag entschuldigte sich Dave Morin, der Chef von Path für den Fehler. Die Firma will aber weiterhin auf die Adressbücher zugreifen. Das lässt sie sich aber in der neuen Version der App vorher ausdrücklich erlauben.

Man wolle die Daten haben, um den Nutzern das Finden von Freunden und Familienmitgliedern in dem Netzwerk zu erleichtern, erläuterte Morin. Um mehr sei es nicht gegangen. "Wir haben gedacht, wir machen alles richtig", verteidigte er sich in einem Interview mit dem Magazin Wired. Das Hochladen der Adressdaten wurde allerdings weder in den Geschäftsbedingungen erwähnt, noch wurden die Nutzer darauf hingewiesen.

Bei Path können Nutzer Bilder und Videos oder ihre Aktivitäten miteinander teilen. Die Enthüllung war besonders schmerzhaft, weil Path ausdrücklich damit warb, einen besseren Schutz der Privatsphäre zu bieten als "erstes persönliches Netzwerk".

[Update: Das Blog Gawker zitiert aktuell eine Mail von Dave Morin aus dem Herbst 2010, in der er versichert hat, Path würde keine Informationen der Nutzer speichern. Als Reaktion auf den Artikel vom gestrigen Dienstag, stellte er gegenüber dem Blog klar, dass diese Aussage damals richtig gewesen sei. Später sei die Politik, aber geändert worden und man habe begonnen, Daten zu speichern.] (mho)