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Payback will ins mobile Bezahlen einsteigen

Statt "Haben Sie eine Payback-Karte?" könnte man bald an der Kasse "Möchten Sie mit Payback zahlen?" hören: Der Anbieter des Rabattprogramms will noch dieses Jahr Mobile Payment anbieten.

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(Bild: Payback)

Der Betreiber des Rabattpunkte-Systems Payback wagt den Sprung zum mobile Bezahlen an der Ladenkasse. Dafür solle die bestehende Payback-App auf dem Smartphone eine Zahlungsfunktion bekommen, erklärte Payback-Chef Bernd Brugger dem Handelsblatt. Die Bezahlinformationen sollen laut dem Bericht über einen QR-Code übertragen werden, den die Kasse vom Handy abscannt. Abgebucht werde dann vom Girokonto.

Offen ist noch, bei welchen Läden man damit bezahlen kann. Beim Punktesystem kooperiert Payback eigenen Angaben nach online wie offline mit rund 620 Partnern. Dazu zählen Einzelhandelsdickschiffe wie Rewe, Real, dm und Kaufhof. "Eine relevante Zahl von Partnern wird mitmachen", betonte Brugger gegenüber der Zeitung, ohne Namen zu nennen. Ebenfalls wolle man auch außerhalb des bisherigen Verbunds nach Kooperationsmöglichkeiten für das Bezahlsystem suchen – günstigere Konditionen als bei den etablierten Kreditkartenanbietern sollen die Händler locken.

Rund 26 Millionen aktive Karten hat das Payback eigenen Angaben nach derzeit in Deutschland im Umlauf, 75 Millionen international. 3 Millionen mal täglich werde hierzulande eine Payback-Karte beim Kauf gezückt. Mit dieser Basis könnte das Unternehmen eine relevante Größen im umkämpften Markt konkurrierender Standards für Mobile Payment werden. Fraglich bleibt natürlich, ob die Kartenzücker auch zu Handyzückern werden wollen, wenn es ans Bezahlen geht. Die Payback-App wurde bislang zumindest nur 5 Millionen Mal heruntergeladen.

Der Dienst soll in diesem Jahr an den Start gehen, ein konkretes Datum ist noch nicht bekannt. Das Punktesammelprogramm gibt es in Deutschland bereits seit dem Jahr 2000. Wer beim Kauf seine Payback-Karte scannen lässt, erhält einen kleinen Prozentsatz des Umsatzes als Rabattpunkte gutgeschrieben, die sich gegen Prämien eintauschen lassen. Im Gegenzug geben die Nutzer ihre Daten preis – Kaufdatum, Filiale, Umsatz sowie je nach Partner auch gekaufte Waren und Dienstleistungen. Seit 2011 gehört Payback zum Finanzdienstleister American Express. (axk)