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Payment-Startup Cringle meldet Insolvenz an

Der Bezahldienst Cringle, der Geldsendungen an Freunde via App ermöglicht, hat Insolvenz angemeldet. Für die Nutzer soll sich aber vorerst nichts ändern.

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Payment-Startup Cringle meldet Insolvenz an

(Bild: Cringle)

Der Berliner Bezahldienst Cringle hat Insolvenz angemeldet. Die Geschäfte werden aber fortgeführt, wie ein Sprecher am Dienstag mitteilte. "Die Cringle-App sowie die Zahlungsinfrastruktur bleiben unberührt und ihr könnt wie gewohnt weiter cringeln", schrieben die Gründer des Start-ups ihren rund 115.000 Nutzern in einem Blog-Eintrag. Demnach ist es Cringle nicht gelungen, ausreichend Geldgeber für europaweites Wachstum zu gewinnen. Investoren fürchteten Konkurrenz durch Google, Apple, Facebook und Amazon. "Das Rennen um den Nutzer ist in vielen Augen bereits verloren."

Mit Cringle können Nutzer in kurzer Zeit per App Geld an ihre Freunde senden oder von ihnen erhalten [–] etwa um gemeinsam eine Restaurantrechnung zu begleichen. Aber auch der Konkurrent PayPal sowie eine Reihe von Banken und auch Sparkassen ermöglichen solche Geldsendungen; in den USA bietet dies außerdem Apple an.

Über die Insolvenz berichtete zunächst gruenderszene.de. Der Antrag ging nach Justizangaben am Montag beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg ein. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Berliner Rechtsanwalt Thomas Kühn. Cringle hat einschließlich der vier Gründer 15 Mitarbeiter in Berlin. "Momentan sind wir guter Dinge, dass es eine langfristige Zukunftslösung für Cringle geben wird, damit Du die App auch weiterhin nutzen kannst", schrieb das Unternehmen seinen Kunden. "Falls es zu keiner Lösung kommen sollte, informieren wir Dich früh genug über die nächsten Schritte." Cringle hatte seine Bezahl-App 2014 an den Start gebracht und war dafür eine Kooperation mit der DKB eingegangen. (mon)

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