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Pegasus: Forschungsprojekt für Teststandards beim autonomen Fahren

Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Auftakt gemacht für ein Forschungsvorhaben, mit dem Testmethoden für hochautomatisiertes Fahren vor allem auf Autobahnen bis Tempo 130 km/h entwickelt werden soll.

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Pegasus: Forschungsprojekt für Teststandards beim autonomen Fahren

Bei Pegasus soll Teststandards für autonomes Fahren entwickelt werden.

(Bild: Daimler)

Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Startschuss für das Forschungsprojekt Pegasus gegeben, das Teststandards für selbstfahrender Autos entwickeln soll. Dabei sollen die beteiligten Firmen und Wissenschaftseinrichtungen wie Audi, BMW, Daimler, Opel, Volkswagen, Bosch, Continental, der TÜV Süd, das Institut für Verkehrssystemtechnik des DLR und das Fachgebiet Fahrzeugtechnik der TU Darmstadt allgemein akzeptierte Methoden und Werkzeuge für die Überprüfung hochautomatisierter Fahrzeugfunktionen erarbeiten.

Das Wirtschaftsministerium fördert das Vorhaben, das bis Juni 2019 angesetzt ist, mit 16,3 Millionen Euro. Gängige Testverfahren seien bei einer hohen Zahl hochautomatisierter und interaktiver Fahrsituationen wenig praxistauglich und zudem zeit- und kostenintensiv, heißt es aus dem Hause Sigmar Gabriels (SPD). Neue Freigabeverfahren und Standards seien daher nötig. Nur so könne die "globale Marktführerschaft" Deutschlands "im Sektor der Fahrzeug-, Zulieferer- und Dienstleistungsindustrie" abgesichert werden.

Zu den insgesamt 14 Projektpartnern zählen auch einige klein- und mittelständische Unternehmen wie Imar Navigation, IPG Automotive, Vires, QTronic oder TraceTronic. Letzteres will im Rahmen der Initiative "Methoden und Softwarebausteine für Werkzeugketten" beisteuern, um hochautomatisierte Fahrzeugfunktionen überprüfbar zu machen.

Bei dem Vorhaben geht es um Systeme, die für einen gewissen Zeitraum in spezifischen Situationen die Regie übernehmen können. Der Fahrer soll dabei die Technik nicht dauerhaft überwachen müssen und so gewisse Nebentätigkeiten ausüben können. Wenn die Person hinter dem Steuer gefragt ist, fordert sie das System "mit ausreichender Zeitreserve" dazu auf, heißt es in einer einschlägigen Studie. Hochautomatisiertes Fahren auf Autobahnen mit Maximaltempo 130 Kilometern pro Stunde soll demnach bis 2020 hierzulande zumindest technisch möglich sein. Mit "vollautomatisiertem" oder gar "autonomen" Fahren auf dem breiten Markt rechnen die Forscher nicht vor 2030.

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(mho)

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