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Peinlich, peinlich: C&A druckt URL von Porno-Site auf Sweatshirts

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C&A hat eine hochnotpeinliche Rückrufaktion gestartet: Eine Internetadresse, die auf Sweatshirts aufgedruckt war, führte direkt auf eine Hardcore-Gay-Seite. C&A Deutschland-Chef Dominic Brenninkmeyer bezeichnete den Vorgang als "unfassbare Sauerei". Der Vorgang werde intern "massive Konsequenzen" zur Folge haben, heißt es in einer Pressemitteilung weiter.

Und das sollte er auch, allerdings vielleicht anders, als sich C&A das bislang wohl vorstellt. Denn die First-Level-Domain, zu der C&A einfach auf Second-Level-Domain-Ebene ein aus einer C&A-Marke gebildetes Buchstabenkürzel hinzufügte, ist bereits seit 1997 registriert. Alle Angaben zu einer Second-Level-Domain führen in diesem Fall dank der Einrichtung einer Wildcard im Zone-File des DNS ohne Umschweife auf besagte Gay-Seite. Aber selbst, wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, registriert man schließlich immer nur die First-Level-Domain – Second-Level-Domains darunter gehören dann automatisch dazu, auch wenn nicht immer eine automatische Weiterleitung auf die Haupt-Domain stattfindet.

Die Mitteilung, es werde nicht nur umfangreiche Ermittlungen geben, sondern es werde auch eine Strafanzeige vorbereitet, wird also möglicherweise ein paar C&A-Mitarbeiter ins Schwitzen bringen. Die Produktverantwortlichen seien allerdings schon nicht mehr im Unternehmen, hieß es von C&A. Auch wolle man "Fantasie-Internetadressen" künftig nicht mehr für Produkte verwenden. Über die künftige Verwendung von kompetenteren Mitarbeitern für Produkte ist bisher nichts bekannt geworden.

C&A ruft alle Käufer auf, die Sweatshirts zurückzubringen. Als "Entschuldigung" werde der Kaufpreis erstattet und ein Warengutschein über 50 Mark ausgestellt. (pmo)

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