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Pentagon will sich auf Cyberwar vorbereiten

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Das Pentagon plant erneut die Einrichtung eines neuen Kommandos für den Cyberspace, um sich auf die Führung eines offensiven und defensiven Cyberwar vorzubereiten. Der offiziell noch nicht dem Weißen Haus vorgelegte Plan, über den die New York Times von Regierungsmitarbeitern unterrichtet wurde und der frühere Hinweise bestätigt, soll den Schutz des zivilen Cyberspace ergänzen. US-Präsident Obama wird heute noch nach Informationen der NYT die Einrichtung eines von einem "Cyberczar" geleiteten Büros im Weißen Haus bekannt geben, das im Rahmen eines Milliarden-Programms mit dem Schutz der Regierungsserver und der Computersysteme der Börsen, Banken und der Luftverkehrskontrolle zuständig sein wird.

Den neuen Pentagon-Plan wird Obama noch nicht bekannt geben, es wird aber erwartet, dass er in den kommenden Wochen eine geheime Anordnung unterzeichnet, mit der das Cyberkommando eingerichtet wird. Bislang hatte sich die Luftwaffe darum bemüht, das zentrale Kommando für die Cyber-Kriegsführung zu erhalten. Zudem war der Geheimdienst NSA in Betracht gezogen worden, der am besten über die Möglichkeiten des Cyberwar Bescheid wisse. Möglicherweise sollen nun Pentagon und NSA in dem neuen Kommando zusammenarbeiten. Entschieden sei auch noch nicht, ob es ein unabhängiges Kommando werden soll oder dem Strategic Commando unterstellt bleibt.

Die baldige Bekanntgabe des Kommandos wird als offizielle Erklärung verstanden, dass die USA bereits "über eine wachsende Zahl von Computerwaffen" verfügen und Strategien ausarbeiten müssten, wie diese in künftigen Konflikten eingesetzt werden sollen. Welche Angriffsmöglichkeiten das Pentagon oder die NSA bereits entwickelt haben, ist nicht bekannt. Pentagon-Sprecher Bryan Whitman machte auch deutlich, dass man nicht über "offensive Cyberoperationen" sprechen will, aber dass der Cyberspace wie jedes andere Schlachtfeld als "Bereich der Kriegsführung" angesehen werde, um beispielsweise die Bewegungs- und Handlungsfreiheit zu sichern. (fr)