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Pentium-4-Chipsatz für 32 GByte RAM

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Ganz vorne auf dem VIA-Stand D23 in der CeBIT-Halle 19 prangt ein Mainboard-Muster mit dem noch nicht offiziell angekündigten Pentium-4-Chipsatz Apollo P4X333 für PC2700-Speicher. Dieser Chipsatz mit der Northbridge VT8754 bringt noch weitere Neuerungen als nur die Tauglichkeit für die schnelleren, aus DDR333-SDRAMs aufgebauten Speichermodule. Laut ausliegendem Faltblatt soll er AGP-8X-Grafikkarten und bis zu 32 GByte Speicher unterstützen.

Die passende Southbridge VT8235 enthält drei USB-2.0-Controller für insgesamt sechs Ports, außerdem beherrscht sie den Ultra-ATA/133-Modus zur Kommunikation mit Festplatten. Die von VIA V-Link getaufte Schnittstelle zwischen North- und Southbridge überträgt zwischen der VT8754 und der VT8235 bis zu 533 MByte/s; beim Vorgänger P4X266A waren es noch 266 MByte/s.

VIA bemüht sich zunehmend, Produkte auch für Server und Workstations auf den Markt zu bringen; im Dezember hatten die Taiwaner einen Erweiterungsbaustein für einige Chipsätze vorgestellt, der deren AGP zum 64-Bit-PCI-Bus umfunktioniert. Das wäre in Servern wichtig.

DDR333-Chips bieten bisher nur wenige Speicherfirmen an, noch weniger Hersteller fertigen PC2700-Module -- unter anderem deshalb, weil ein endgültiger Standard der JEDEC noch fehlt. Die Chipsatzhersteller validieren daher bestimmte Module für ihre Produkte, Listen findet man bei VIA (dort aber bezeichnenderweise noch keine PC2700-DIMMs), SiS und ALi. Speicherhersteller können auch die Computer Memory Test Labs (CMTL) dafür bezahlen, ihre Module mit bestimmten Mainboards zu validieren.

Das P4X333-Faltblatt zeigt schematisch acht Speichermodule; jedes DIMM müsste also vier Gigabyte fassen, um auf insgesamt 32 GByte zu kommen. Das ist mit den von vielen Speicherfirmen für die nächste Zeit angekündigten 512-MBit-Chips nicht ohne weiteres möglich: Selbst "Stacked DIMMs", die aus 32 solcher SDRAM-Bausteine bestehen, erreichen "nur" 2 GByte Kapazität. Hier besteht also noch Klärungsbedarf, ebenso wie beim Erscheinungstermin.