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Pentium 4 im c't-Testlabor

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Mit einer neuen Prozessorgeneration will Intel die Führung zurückerobern und die Negativschlagzeilen der vergangenen Monate vergessen machen. Doch im Praxistest der c't-Redaktion konnte der Pentium 4 seine Papierform nicht bestätigen.

Mit beeindruckenden 1,5 Gigahertz Taktfrequenz lässt Intels neues Flaggschiff den nur 1,2 GHz schnellen Athlon-Prozessor des Erzrivalen AMD deutlich hinter sich. Allerdings kann der Pentium 4 seine theoretische Leistungsfähigkeit bislang nur punktuell unter Beweis stellen. So liegt er etwa in der SPEC-Benchmark-Suite deutlich in Front (bis zu 23 % Vorsprung bei SPECint2000, bis zu 70 % bei SPECfp2000). Auch das Ballerspiel Quake läuft auf Intels Top-Prozessor schneller als auf AMDs Athlon. Doch bei der überwiegenden Mehrzahl der c't-Tests schnitt der Pentium 4 schlechter ab.

Insbesondere bei den typischen Büroanwendungen wie zum Beispiel Word oder Excel konnte der Athlon den Pentium 4 ausstechen. Auch bei den meisten Spielen hatte der Konkurrent die Nase vorn. Die bewährte Devise "Mehr Megahertz ist auch mehr Leistung" stimmt hier ganz offensichtlich nicht mehr.

"Der Pentium 4 hat das Potenzial für große Leistung, nur wird dieses von der aktuellen Software nicht optimal genutzt", kommentiert c't-Redakteur Georg Schnurer. "Intel wird sich noch etwas einfallen lassen müssen, vor allem wenn die Kunden anfangen, nicht mehr nach Mark pro MHz sondern nach dem tatsächlichen Preis-Leistungs-Verhältnis zu kaufen."

Bastler und Schrauber haben beim neuen Pentium 4 das Nachsehen: Zum Aufrüsten alter Rechner ist der neue Super-Chip nicht zu gebrauchen, da er eine ganz spezielle Umgebung braucht.

Lesen Sie den ausführlichen Testbericht in der aktuellen c't-Ausgabe 24/00 (ab 20. November im Handel) und die Berichte Pentium 4 startet mit vielen Bugs sowie Preissenkungen beim Pentium 4 schon in Sicht. (cp)