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Persönliche Daten von mehr als 2000 Journalisten und Bloggern der E3 online

Auf der Website der Spielemesse E3 sind Daten von mehr als 2000 Fachbesuchern abrufbar gewesen. Die Schwachstelle wurde behoben, die Liste ist aber auffindbar.

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Besucher auf dem Gelände der E3.

(Bild: Pressefoto E3)

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Nach der Spielemesse E3, Electronic Entertainment Expo, sind die persönlichen Daten der Fachbesucher online abrufbar gewesen. Eine Liste mit den Datensätzen von 2025 registrierten Journalisten, Analysten, Influencern, Korrespondenten und Produzenten war mindestens einige Tage lang frei auf der E3-Website zugänglich, darauf machte zuerst die Journalistin Sophia Narwitz in einem Youtube-Video aufmerksam. Sie bezeichnet den Vorfall als massiven Vertrauensbruch. Inzwischen ist die Liste zwar nicht mehr im Google-Cache, jedoch weiterhin im Internet zu finden.

Journalistin Sophia Narwitz prangert Kompromittierung von Daten auf der E3-Website an.

Derartige Dokumente mit Namen, Medium, Telefonnummern, Adressen und E-Mail-Adressen werden normalerweise für die Aussteller von Messen erstellt. Sie können die Fachbesucher so leichter kontaktieren. Allerdings ist auch hierfür eine Einwilligung der Teilnehmer nötig. Laut dem Veranstalter war das nun frei zugänglich gewordene Dokument zunächst nur per Passwort erreichbar. Dann erschien die Tabelle als Download auf einer E3-Unterseite. Wie es dazu kam, ist bislang unklar.

Die Entertainment Software Association (ESA), die verantwortlich für die Messe ist, hat sich per E-Mail bei den betroffenen Personen entschuldigt. Sie beteuern, den Vorfall zu bedauern und Maßnahmen ergriffen zu haben, damit dergleichen nicht wieder passiert.

Persönliche Daten von Fachbesuchern sind sensibel. Immer wieder gibt es Drohungen gegenüber Journalisten und Bloggern. Die feministische Videobloggerin Anita Sarkeesian etwa sah sich im Internet massiver Hetze ausgesetzt. Sie floh aus Angst sogar aus ihrer Wohnung. Aber auch generell gehören persönliche Daten nicht in die Öffentlichkeit, sie können weitergegeben und genutzt werden. Die c't hat zusammengefasst, wie man seine Onlinekonten am besten schützt. (emw)