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Pfizer, Microsoft und IBM kooperieren bei Arzt-Software

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Ein neues gemeinsames Unternehmen von Pfizer, Microsoft und IBM will spezielle Software und Dienstleistungen für Ärzte entwickeln und verkaufen, will das Wall Street Journal erfahren haben. Weder Name, noch Chef des neuen Unternehmens stehen bislang fest, Ziel ist es aber, Ärzte von Verwaltungsarbeiten zu entlasten und Betriebsabläufe zu automatisieren.

Ärzte waren bisher nur zögerlich von dem Einsatz neuer Techniken zu überzeugen, wie etwa der Internet-Dienstleister WebMD feststellen musste. Hier sollen die bestehenden Kontakte von Pfizer-Vertretern Abhilfe schaffen, um Ärzten den neuen Dienst nahe zu bringen. Für den Verkauf wird es jedoch eigene Vertreter des neuen Unternehmens geben. Technisch sollen besonders drahtlose, tragbare Geräte zum Einsatz kommen. Abgerechnet werden soll auf Subskriptionsbasis, die Software stünde als ASP-Dienstleistung auf zentralen Servern bereit. Der Schritt ist ganz im Sinne von Microsofts erklärter .NET-Strategie, immer mehr Dienste zentral über das Internet anzubieten. IBM wird zu dem neuen Unternehmen die Hardware, Installation und den Support beitragen.

Sowohl Datenschutzbedenken, als auch mögliche Interessenkonflikte für den Arzneimittel-Hersteller Pfizer wurden von dessen Finanzchef Peter Brand ausgeräumt: "Das Vertrauen der Ärzte ist der Schlüssel zu Pfizers Kerngeschäft. Wir werden nichts tun, das zu verspielen." (fro)