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Pflege der Echtzeiterweiterungen für Linux gesichert

In nächster Zeit soll es wieder regelmäßig Echtzeiterweiterungen für neue Versionen des Linux-Kernels geben. Für eine Integration der Echtzeiterweiterungen in den offiziellen Linux-Kernel fehlen aber nach wie vor Gelder.

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Entwicklung von Echtzeit-Linux gefährdet: OSADL sucht Hilfe

RT-Linux spielt unter anderem bei Maschinensteuerungen eine Rolle

Das OSADL (Open Source Automation Development Lab) hat genug Geldgeber gefunden: Damit ist in nächster Zeit die Pflege der Echtzeiterweiterungen für den Linux-Kernel finanziert, die der RT-Tree entwickelt. Nach wie vor fehlt es allerdings an Mitteln, um die weitere Integration der Echtzeiterweiterungen in den offiziellen Linux-Kernel verstärkt anzugehen.

Im Herbst hatte das OSADL beklagt, die Pflege und Weiterentwicklung der Realtime-Erweiterungen für den Linux-Kernel sei gefährdet. Wie Carsten Emde von OSADL auf Anfrage von heise online nun erklärte, hat das OSADL im Januar einen Auftrag erteilt, die Bereitstellung und Pflege der Echtzeiterweiterungen sicher zu stellen; der Auftrag sieht vor, die Erweiterungen für den Kernel 3.18 und alle folgenden Versionen zu veröffentlichen, deren Versionsnummer auf eine gerade Zahl endet. Die dazu nötigen Mittel stammen laut Emde in erster Linie von OSADL-Mitgliedsfirmen, die ihren Mitgliedslevel beim OSADL heraufgestuft haben und dadurch mehr Gelder zuschießen; es hätten sich aber auch Firmen engagiert, die kein OSADL-Mitglied sind.

Es ist aber noch nicht genug Geld für Aufträge zusammengekommen, um die verschiedenen Erweiterungen im RT-Tree so zu verbessern, dass sie den Qualitätsansprüchen der Entwickler rund um Linus Torvalds genügen und in den offiziellen Linux-Kernel einziehen können. Dafür will das OSADL jetzt auf der embededded World werben, die in der letzten Februar-Woche in Nürnberg stattfindet, um die Wartung der Echtzeiterweiterungen und die damit verbundenen Kosten zu reduzieren. (thl)

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