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Philips mit Milliardenverlust

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Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat im Schlussquartal 2008 rund 7,62 Milliarden Euro umgesetzt, 742 Millionen Euro weniger als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Unterm Strich schrieb das Unternehmen laut Mitteilung vor allem wegen hoher Abschreibungen 1,47 Milliarden Euro in roten Zahlen. Im vierten Quartal 2007 hatte Philips auch dank Anteilsverkäufen noch einen Nettogewinn von 1,31 Milliarden Euro verbucht. Im laufenden Jahr sollen 6000 Arbeitsplätze wegfallen, teilte der Konzern heute außerdem mit. Philips hatte die Zahl seiner Mitarbeiter bereits vor Kurzem von 128.000 auf 121.000 gesenkt.

Im Oktober vergangenen Jahres hatte Philips trotz eines schwachen dritten Quartals noch an den Gewinnzielen festgehalten, Anfang Dezember gab der Konzern aber eine Gewinnwarnung heraus. Die gegenwärtigen Bedingungen böten kaum Anlass für Optimismus, teilt Philips nun mit. Für dieses Jahr wolle das Unternehmen angesichts der "beispiellosen Geschwindigkeit und Heftigkeit", mit der sich die Wirtschaft abgeschwächt habe, keine Prognose abgeben.

"In Deutschland haben wir unsere Hausaufgaben gemacht", sagte Deutschland-Sprecher Klaus Petri in Hamburg der dpa. Er rechnet nicht mit weiteren akuten Maßnahmen, nachdem im vergangenen Herbst unter anderem in Hamburg ein Arbeitsplatzabbau von etwa 150 Stellen in der Entwicklung und Fertigung der Röntgenfabrik angekündigt worden war. Philips beschäftigt in Hamburg knapp 2000 Mitarbeiter. (anw)

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