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Philips stellt Net TV vor

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Startseite des Philips Net TV

Einen Netzwerkanschluss gibt es bei Philips-Fernsehern der höheren Preisklassen schon seit längerem. Dieser war bislang nur dazu vorgesehen, Videos, Bilder oder Musik vom heimischen PC zum Fernseher zu übertragen. Die Modelle der im 2. Quartal erscheinenden 8000er und 9000er Serien sowie der Cinema 21:9 werden zusätzlich mit Net TV ausgestattet sein, das einen schnellen Zugang zum Internet ermöglichen soll. Drückt man die entsprechende Taste auf der Fernbedienung, erscheint statt des Fernsehsignals die Online-Startseite des TVs mit zahlreichen Unterhaltungs- und Informationsangeboten. Philips arbeitet mit einer Reihe von deutschen und europäischen Partnern wie YouTube, Tagesschau.de, eBay.de, Kino.de, Kicker.de, Bild.de, Funspot oder MyAlbum zusammen.

Die Partner haben die Inhalte ihrer Internetangebote mittels CE-HTML so aufbereitet, dass sich am Fernseher auch aus mehreren Metern Entfernung noch eine ansehnliche, gut lesbare Darstellung ergibt. Zudem ist die Menüführung der Seiten so angepasst, dass sie sich leicht mit den Cursortasten der TV-Fernbedienung navigieren lässt. Notwendige Texteingaben erfolgen entweder in Handy-Manier oder per Screen-Tastatur. Videos müssen im H.264-Format abgelegt sein, damit der Fernseher sie wiedergeben kann.

Seiten wie heise.de lassen sich mit Net TV ebenfalls anzeigen.

Das Besondere an dem Philips-Konzept ist zudem, dass sich Net TV nicht auf die Partnerangebote beschränkt, sondern auch einen allgemeinen Zugang zum Internet ermöglicht. Allerdings gibt es dann Abstriche bei der Darstellung. Seiten wie heise.de sind damit kein Problem außer, dass die Schrift verkleinert ist. Bei Flash-Videos, Java-Anwedungen oder PDF-Dokumenten muss der Fernseher jedoch passen.

Einhergehend mit Net TV hat sich auch die elektronische Programmzeitschrift (EPG) geändert. Sie bezieht ihre Informationen nun übers Internet vom Anbieter TVTV. Durch die Erweiterung des fernsehinternen Codecs auf H.264 sollen sich jetzt nun auch DivX-Videos vom heimischen PC auf den Bildschirm streamen lassen.

Fernseher mit Net TV können die Daten für die elektronische Programmzeitschrift ebenfalls übers Internet beziehen.

Eine weitere Neuerung werden die eingebauten Receiver für digitales Kabelfernsehen (DVB-C) sein. Für den Empfang von verschlüsselten Programmen, sind die Geräte zusätzlich mit einem CI+-Slot ausgerüstet. Hierfür soll es zukünftig CAM-Module geben, die sich mit den Smart-Karten der meisten Kabelanbieter vertragen. Nutzer von digitalem Kabelfernsehen wären damit nicht mehr auf eine separate Settop-Box angewiesen, was vor allem die Bedienung des Fernsehers komfortabler gestaltet, da man keine zweite Fernbedienung für den Empfänger mehr benötigt. Modelle mit DVB-S-Empfänger sollen ebenfalls in Vorbereitung sein. (pen)

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