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Philips und TPV gründen weltgrößten PC-Monitorhersteller [2. Update]

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Der niederländische Elektronikkonzern Philips will sein Monitor- und Flachbildschirmgeschäft an den Hersteller TPV Technology aus Taiwan verkaufen. Eine entsprechende Absichtserklärung sei unterzeichnet worden, teilte der Konzern am Donnerstag in Amsterdam mit. Der Umsatz der TPV werde sich durch die Übernahme etwa verdoppeln -- somit entstehe der weltgrößte PC-Monitorhersteller. Bisher lag der TPV-Jahreserlös bei zwei Milliarden Dollar, die Philips-Abteilung erwirtschaftete fast genauso viel. "Philips wird weiterhin Flat-TVs für den mittleren und den High-End-Markt produzieren. Weltweit wird der Konzern unter seinem Namen Marketing und Verkauf für alle PC-Monitore und Flachbilschirm-Fernseher betreiben. TPV wird dabei zum bevorzugten Zulieferer für die PC-Monitore -- die weiterhin unter der Marke Philips verkauft werden -- und Flat-TV-Einstiegsmodell", erklärte ein Philips-Sprecher.

Fortan werde TPV die entsprechenden Geräte nach den Philips-Vorgaben zusammenbauen, so wie es andere Lieferanten beispielsweise für Dell oder HP tun. "Vor wenigen Tagen hat IBM etwas ähnliches mit Lenovo in China bekannt gegebn. Mit unserer Entscheidung folgen wir dem Trend, Teile der Wertschöpfungskette auszulagern", sagte Philips-Sprecher Gerd Götz gegenüber heise online. Die Stärke eines Konzerns liege heute mehr denn je im technischen Know-How und den Lizenzrechten, aber immer weniger darin, über die entsprechenden Fertigungsstätten auch selbst zu verfügen. Im Unternehmen verbleiben indes allerdings die Fertigungskapazitäten für so komplexe Produkte wie medizinische Anlagen. (tol)