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Phishing: Manager überweist 17 Millionen Dollar an Internetbetrüger

Ein Manager des US-Unternehmens Scoular hat im Glauben, er handele im direkten Auftrag seines Chefs, sukzessive 17,2 Millionen US-Dollar an Betrüger auf ein chinesisches Bankkonto überwiesen.

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Phishing-Mail

Internetbetrüger konnten per Phishing 17,2 Millionen US-Dollar erbeuten.

(Bild: 401(K) 2012, CC BY-SA 2.0 )

Einem besonders schwerwiegenden Betrug per Social Engineering ist ein Manager der US-amerikanischen Agrarmanagement-Firma Scoular aufgesessen, berichtet Spiegel Online unter Berufung auf das Online-Nachrichtenportal omaha.com. Internetbetrüger hatten den Manager demnach per Phishing dazu gebracht, 17,2 Millionen US-Dollar für eine angebliche Unternehmensübernahme auf ein chinesisches Bankkonto zu überweisen.

Die Betrüger hätten zunächst das Vertrauen des Managers gewonnen und ihn davon überzeugt, er handele im direkten Auftrag seines Geschäftsführers Chuck Elsea. Dazu hätten sie ihm Mails von einer neuen E-Mail-Adresse geschickt, deren angeblicher Absender Elsea war. Dem Manager sei suggeriert worden, dass es sich dabei um eine vertrauliche Transaktion handele und die Kommunikation daher ausschließlich über diese Mailadresse laufen müsse. Aus diesem Grund habe er zudem gegenüber seinen Kollegen Stillschweigen bewahrt. Zusätzliches Vertrauen bauten die Betrüger demnach auf, indem sie den Manager dazu brachten, einen angeblichen Mitarbeiter des Rechnungsprüfungsunternehmens von Scoular anzurufen. Name und Telefonnummer für den Anruf bei einem der Betrüger lieferten sie in einer Mail gleich mit.

In den Mails sei dem Manager erklärt worden, dass die Transaktion der Übernahme einer chinesischen Firma dienen sollte. Er habe keinen Verdacht geschöpft, da Scoular die Option einer Expansion nach China tatsächlich ins Spiel gebracht hatte. In drei Schritten habe er dann das Geld an eine Bank in Schanghai überwiesen. Warum der Manager vor den Überweisungen nicht versucht hat, Chuck Elsea zur Sicherheit persönlich oder per Telefon zu kontaktieren, bleibt offen. Während der Manager inzwischen nicht mehr für Scoular arbeite, versucht das FBI demnach derzeit das Geld zurückzubekommen. (mre)

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