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Phonetische Feinheiten: Microsoft vs. Mike Rowe Soft

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Mike Rowe, ein Schüler aus Langford in Kanada, der nebenbei Webdesign betreibt, ist über Nacht in eine juristische Auseinandersetzung mit Microsoft geraten. Der Softwaregigant verlangt, dass der Schüler seine Domain mikerowesoft.com aufgibt. Der Redmonder bietet ihm als Entschädigung 10 Dollar an, die Summe, die Rowe im August für den Erwerb der Domain gezahlt hat.

Als Begründung wird Urheberrechtsverletzung genannt. Der 17-Jährige Schüler, der später einmal Informatik studieren will, sagte, er habe die Domain nicht erworben, um damit Geld zu machen. Er wählte den Domain-Namen, der phonetisch dem Namen des redmonder Softwareherstellers gleicht, weil er ein cooler Name für seine Firma sei. Rowe verdiente letztes Jahr etwa 1000 Dollar mit Webdesign. Unter anderem nennt ihn die Seite www.wholycow.com als Autoren.

Am 19. November erhielt Rowe eine E-Mail der Anwaltskanzlei Smart & Biggar, die ihn aufforderte, die Domain Microsoft zu übertragen. Der Schüler verlangte in der Antwort eine Entschädigung für den Verlust des Firmennamens und der Webadresse. Statt den angebotenen 10 Dollar verlangte er 10.000, um die Kosten für den Wiederaufbau seines Geschäfts zu decken. Der Vorwurf lautet nun, Rowe versuche letztendlich nur, möglichst viel Geld aus der Sache zu schlagen. Außerdem würden Microsoft-Kunden durch die Domain mikerowesoft.com verwirrt. Das mache keinen Sinn, gab Rowe zu bedenken, da Microsoft schließlich kein Webdesign betreibe.

Trotzdem scheinen die Chancen für Rowes Anliegen nicht besonders gut zu stehen. Es gab bereits vergebliche Versuche, die Domains microsof.com und micr0soft.com zu etablieren. Doch auch wenn er verlieren sollte: Rowe ist zufrieden, hilft die Publicity seinem Geschäft schließlich ungemein. (akr)

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