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Physiker machen Objekte mit Hilfe von WLAN-Signalen sichtbar

Forscher der TU München haben eine Technik entwickelt, um Objekte dreidimensional sichtbar zu machen. Dabei machten sie sich die Störungen und Reflexionen eines WLAN-Signals zu nutze.

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WLAN-Router

(Bild: Gerovitus CC-BY-SA 3.0)

Physikern der Technischen Universität München ist es gelungen, Objekte innerhalb eines Raumes mit Hilfe der Störungen eines WLAN-Signals sichtbar zu machen. Die Forscher nutzten nicht die übertragenen Daten, sondern das reine Funksignal. So konnten Sie ein mit Aluminiumfolie beklebtes Kreuz zwischen WLAN-Router und den Empfängerantennen sichtbar machen.

(Bild: Philipp M. Holl & Friedemann Reinhard)

Der Versuchsaufbau (PDF) bestand aus einem herkömmlichen 5-GHz-WLAN-Router, dem Kreuz und zwei Antennen. Eine der Antennen lieferte das ungestörte Referenzsignal. Die andere Antenne war beweglich und konnte auf der X- und Y-Achse verschoben werden. Die von beiden Antennen empfangenen Signale wurden Punkt für Punkt verrechnet und lieferten so ein dreidimensionales Bild, auf dem das Kreuz sichtbar ist.

Ob sich die Technik wirklich dazu eignet, den Innenraum von Gebäuden zu visualisieren, ist fraglich: Der Versuch der Forscher Philipp Holl und Friedemann Reinhard fand innerhalb eines Raumes und mit geringem Abstand statt. Zudem musste nur ein eindeutiges Objekt abgebildet werden. Wenn zudem noch weitere WLAN-Signale involviert sind, wird die Auswertung des Signals womöglich erheblich schwieriger. (mls)

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