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Pilotprojekt in New York: Amazon liefert per U-Bahn aus

In New York testet Amazon neue Wege um Bestellungen in kürzester Zeit an Kunden zu liefern. Da bei dem hohen Verkehrsaufkommen die Zeitgarantie schwer einzuhalten ist, umfährt Amazon den Stau jetzt einfach und liefert seine Päckchen mit der U-Bahn aus.

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Amazon-Paketzustellung

(Bild: dpa, Oliver Mehlis)

Das Logistik-Unternehmen Amazon testet in einem Pilotprojekt in New York die Paketzustellung per U-Bahn. Das berichtet die Financial Times und liefert den Grund dafür gleich mit: Die berühmten Staus auf den Straßen der Metropole. Notwendig sei der Umstieg auf alternative Verkehrsmittel aufgrund des neuen Angebots Amazon Prime Now, in dem die Zustellung der Päckchen innerhalb einer Stunde für 7,99 US-Dollar oder innerhalb von zwei Stunden kostenlos versprochen wird.

Weil es das hohe Verkehrsaufkommen in New York den Zustellern sehr schwer mache, diese Zeitgarantie einzuhalten, schicke Amazon seine Angestellten in die U-Bahn. Die Päckchen und kleinen Pakete transportieren sie demnach in großen Einkaufswägen. Größere Pakete wie Flat-Screens würden allerdings nach wie vor mit dem Auto geliefert.

Der Betreiber der städtischen U-Bahn, die New Yorker Metropolitan Transportation Authority, erklärte demnach, dass es momentan keine Regeln gäbe, die den Logistik-Riesen davon abhalten seine Pakete per U-Bahn zu liefern: Solange andere Fahrgäste nicht maßgeblich behindert oder gefährdet werden.

Abgesehen vom Lieferwagen liefert Amazon in großen Städten demnach auch schon per Fahrrad oder zu Fuß aus. In London laufe zudem ein Pilotprojekt, bei dem Schließfächer zur Paketabholung in der U-Bahn installiert wurden. Für die Zukunft testet Amazon außerdem bereits, ob und wie sich Drohnen als Paketzusteller eignen. (aks)

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