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PineBook Pro: 200-Dollar-Notebook für Open-Source-Betriebssysteme

Im 14-Zöller PineBook Pro steckt der ARM-Prozessor Rockchip RK3399; als Betriebssysteme sind Linux oder BSD vorgesehen. Auch ein Smartphone ist geplant.

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PineBook Pro: 200-Dollar-Notebook mit ARM-CPU für Open-Source-Betriebssyteme

PineBook Pro

(Bild: Pine64)

Einplatinen-Computer wie der Raspberry Pi sind bei Bastlern beliebt. Der für ähnliche Einplatinencomputer bekannte Hersteller Pine64 steckt ein solches System nun in ein Notebook-Gehäuse: Im PineBook Pro arbeitet der ARM-Prozessor Rockchip RK3399. Seine Rechenkerne sind nach dem big.LITTLE-Prinzip aufgeteilt: Zu zwei stärkeren Cortex-A72-Kernen gesellen sich vier sparsamere Cortex-A53-Cores.

Vom bereits erhältlichen und weiterhin parallel vertriebenen 100-Dollar-Laptop PineBook unterscheidet sich das PineBook Pro nicht nur durch die leistungsfähigere CPU: Es gibt 4 GByte LPDDR4-Speicher, der 14-Zoll-Bildschirm ist ein blickwinkelstabiles IPS-Panel mit Full-HD-Auflösung.

Standardmäßig sind 64 GByte eMMC-Speicher an Bord; registrierte Forenmitglieder sollen das Notebook ohne Aufpreis auch mit 128 GByte Speicherplatz bestellen können. Falls auch das nicht reicht: Nutzer können wahlweise eine NVMe-SSD nachrüsten. Der chinesische Rockchip RK3399, der als OP1 auch in Chromebooks zum Einsatz kommt, hat einige PCI-Express-(PCIe-2.1-)Lanes.

Wie Pine64 im eigenen Forum verkündete, soll das PineBook Pro später im Jahr zu Preisen ab 200 US-Dollar erhältlich sein.

Wie für andere Einplatinen-Computer soll es ein breites Angebot an Open-Source-Betriebssystemen geben. Pine64 nennt zwar noch keine konkreten Partner, betont allerdings, dass man bislang bereits gut mit Manjaro, KDE Neon, Netrunner, FreeBSD, NetBSD, Q4OS, Armbian und DietPi zusammengearbeitet hätte.

Pine64 arbeitet auch an einem Smartphone: Im Entwicklerkit für ein künftiges PinePhone steckt das Prozessormodul SOPine-A64 mit Allwinner A64 und 2 GByte LPDDR3. Das Display soll 1440 × 720 Pixel zeigen. Als LTE-Modem kommt ein Quectel EC25 zum Einsatz. Ein späteres PinePhone soll dann mal 149 US-Dollar kosten. (mue)

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