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Pixel schafft erste Stufe des NASA-Mondlande-Wettbewerbs

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Pixel in der Luft

Aller guten Dinge sind drei – so lässt sich die Entwicklung des Teams von Armadillo Aerospace bei der "Northrop Grumman Lunar Lander Challenge" beschreiben, einem mit insgesamt zwei Millionen US-Dollar dotierten Wettbewerb der US-Raumfahrtbehörde NASA und der X Prize Foundation. Die Hauptaufgabe des Wettbewerbs ist es, ein Fluggerät mit Raketenantrieb zu konstruieren, das vertikal vom Boden aufsteigen, einige Zeit lang in der Luft schweben und schließlich sicher auf einem entfernten Terrain landen kann.

War Armadillo mit seinem auf den Namen Pixel getauften Fluggerät bei den ersten beiden Ausgaben des Wettbewerbs in den Jahren 2006 und 2007 noch jeweils an der Bedingung gescheitert, dass zum Gewinn von Preisgeld auch ein erfolgreicher Rückflug gehört, der innerhalb einer bestimmten Frist nach dem Hinflug zu absolvieren ist, gab es diesmal Grund zum Feiern: Als einziges von neun Fluggeräten schaffte Pixel zumindest Level 1 der "Lunar Lander Challenge" und sicherte dem Armadillo-Team damit 350.000 Dollar.

Am Wochenende erreichte Pixel auf dem Gelände des Las Cruces International Airport in New Mexico nach dem Senkrechtstart eine Höhe von über 50 Metern, landete nach mehr als 90 Sekunden in der Luft sicher auf dem 100 Meter entfernten Referenzpunkt und wiederholte diese Leistung beim Rückflug. An Level 2 (doppelt so lange Flugzeiten, punktgenaue Landungen auf einem mondoberflächenähnlichen Terrain, ohne dabei umzukippen) scheiterte Armadillo jedoch wegen technischer Probleme.

"Ich bin überglücklich, dem Team von Armadillo Aerospace nach drei Jahren endlich gratulieren zu können", freute sich der Vorsitzende der X Prize Foundation, Peter Diamandis, bei der Siegerehrung. "Und ich bin sehr gespannt, was das nächste Jahr bringen wird." Dann stehen noch 1,65 Millionen Dollar als Preisgeld für das erste erfolgreiche Absolvieren von Level 2 zur Verfügung. Ein besonderes Lob sprach Diamandis dem vierköpfigen Privatteam TrueZer0 aus, das bei seiner ersten Wettbewerbsteilnahme eine gute Leistung zeigte und Level 1 fast geschafft hätte.

Die NASA erhofft sich von der Veranstaltung, dass die im Wettbewerb gezeigten Lösungen den Ausgangspunkt für neue Antriebstechniken liefern. Idealerweise wären diese auch noch dazu geeignet, bei der für das nächste Jahrzehnt geplanten Rückkehr von Menschen auf dem Mond als neue technische Plattform zu dienen. Ähnlich geht im Übrigen jetzt auch die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) vor, die zuletzt auf Teneriffa die Lunar Robotics Challenge veranstaltete, ein Wettbewerb, bei dem Studententeams zeigten, wie sich die von ihnen konstruierten Roboter in einer mondähnlichen Umgebung bewähren. (pmz)