Plakataktion gegen elektronische Gesundheitskarte

"Die elektronische Gesundheitskarte kostet viele Milliarden und bringt keinen medizinischen Fortschritt. Dies ist keine Information der Bundesregierung": Einige Ärzteverbände halten nicht viel von der eGK.

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"Die elektronische Gesundheitskarte kostet viele Milliarden und bringt keinen medizinischen Fortschritt. Dies ist keine Information der Bundesregierung." Mit diesem Text, der einer Informationskampagne der Bundesregierung nachempfunden ist, haben der Freie Verband deutscher Zahnärzte, der NAV-Virchowbund der niedergelassenen Ärzte und das Bündnis Direktabrechnung in Berlin eine Plakataktion gegen die elektronische Gesundheitskarte (eGK) gestartet. Rund 250 Plakatflächen wurden rund um das Gesundheitsministerium angemietet.

"Wir wollen auf die Gefahren und negativen Folgen der Gesundheitskarte hinweisen", begründet FVDZ-Vorsitzender Karl-Heinz Sundermacher in einer Erklärung die Aktion der Ärzte. Wer wissen will, warum sich die Zahnärzte an der Gesundheitskarte festbeißen, wird vom Plakat in kleinerer Schrift auf die Website Nein zur E-Card verwiesen, die vom FVDZ unterhalten wird.

Für eine ablehnende Position gegenüber der eGK erhoffen sich nicht nur die Zahnärzte Rückenwind aus der aktuellen politischen Konstellation nach der Hessenwahl. In der wieder erstarkten FDP gibt es vehemente Kritiker des Kartenprojektes, etwa Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die sich strikt gegen die Einrichtung und Unterhaltung von zentralen Servern mit Gesundheitsdaten ausgesprochen hat.

Zur elektronischen Gesundheitskarte siehe auch:

(Detlef Borchers) / (jk)