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Planetary Resources: Die Kapitalisierung des Alls beginnt

Vertreter des US-Unternehmens Planetary Resources haben Details ihrer Pläne zur kommerziellen Ausbeutung von Asteroiden bekannt gegeben. Die von mehreren einflussreichen Geldgebern unterstützte Firma plant demnach, kleine Roboter ins All zu schicken, die zunächst besonders lukrative Ziele unter den rund 9000 erdnahen Asteroiden ausmachen. Entwickelt wird dafür ein sogenanntes "Leo Space Telescope", das die Laufbahnen der Himmelskörper und später auch die Konzentration von chemischen Elementen wie Platin, Palladium, Osmium und Iridium an der Asteroiden-Oberfläche erfassen soll.

So stellt sich Planetary Resources den modernen Goldrausch vor

(Bild: Planetary Resources)

Ergeben wirtschaftliche Berechnungen, dass sich die Ausbeutung lohnt (mehrere Milliarden Dollar soll Unternehmensangaben zufolge allein der Abbau von Platinmetallen auf einem Asteroiden mit einem Durchmesser von 800 Metern bringen) will Planetary Resources ganze Roboterschwärme losschicken, die im Team genaue Vermessungen vor Ort durchführen und eines Tages auch ferngesteuert Material abbauen und zur Erde bringen. Das Unternehmen setzt dabei auf kostengünstige Technik, die im Zuge der Privatisierung der Raumfahrt in wenigen Jahren zur Verfügung stehen soll.

Hinter Planetary Resources – das eigentlich keine richtige Neugründung, sondern lediglich eine Umbenennung des bereits seit 2010 bestehenden Unternehmens Arkyd Astronautics ist – stehen unter anderem die Google-Milliardäre Larry Page und Eric E. Schmidt, Filmregisseur James Cameron, der frühere Chief Technical Officer (CTO) von Microsoft, David Vaskevitc, sowie der ehemalige Chef der US-Investmentbank Goldman Sachs, John C. Whitehead. Technischen Sachverstand steuern Peter Diamandis (Initiator der "X-Prize Foundation"), Space-Adventures-Chairman Eric Anderson sowie die Mars-Mission-Experten der NASA, Chris Lewicki und Chris Voorhees, bei. (pmz)

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