Plants vs. Zombies 2 im Test: Faires Free-to-Play

Der zweite Teil des Tower-Defense-Spiels Plants vs. Zombies macht mindestens so viel Spaß wie der Vorgänger - und ist kostenlos; bezahlen muss man lediglich für Extras. Anders als bei anderen Titeln nervt das "Free-to-Play"-Konzept hier nur wenig.

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Von
  • Jan-Keno Janssen

Plants vs. Zombies 2 sieht etwas überzuckerter aus als der erste Teil - macht aber mindestens genausoviel Spaß.

Nach fünf Wochen Testbetrieb in Neuseeland und Australien ist der zweite Teil des Tower-Defense-Dauerbrenners Plants vs. Zombies nun auch im hiesigen iOS-Appstore angekommen. Plants vs. Zombies 2 trägt den selbstironischen Untertitel „It’s about time“ – das bezieht sich nicht nur auf die lange Wartezeit, sondern auch auf das Thema Zeitreisen: Im Spiel geht es ins antike Ägypten, zu den Piraten und in den Wilden Westen.

Das grundlegende Spielprinzip hat sich nicht geändert: Auf der linken Bildschirmhälfte platziert man Pflanzen, um von rechts heranhumpelnde Zombies aufzuhalten. Das wichtigste neue Spielelement ist der Dünger, der aus jeder Pflanze eine andere Super-Angriffstechnik herauskitzelt – alleine das Ausprobieren der unterschiedlichen Spezialattacken macht einen Heidenspaß. Jede der drei Spielwelten wird von anderen Widersachern bevölkert: Der fiese Sonnengott-Zombie ist nur in Ägypten heimisch, der Enterhaken-Untote nur in der Piratenwelt – und der Hipster-Zombie wohnt seltsamerweise im Wilden Westen.

Sechs Pflanzen gibt es ausschließlich gegen echtes Geld; durchspielen kann man Plants vs. Zombies aber auch ohne.

Entwickler PopCap Games wurde 2011 vom Spielegiganten Electronic Arts aufgekauft, der das Vertriebsmodell von Plants vs. Zombies 2 auf „Free-to-Play“ umstellte. Das Spiel bekommt man kostenlos, spielerleichternde Extras kann man kaufen. Doch anders als das gierige Free-to-Play-Rennspiel Real Racing 3 verzichtet PvZ 2 auf allzu nervige Störungen. Der Schwierigkeitsgrad hat zwar gegenüber dem ersten Teil etwas angezogen, dennoch sollten auch Anfänger alle drei Spielwelten zu Gesicht bekommen, ohne einen Cent zu berappen. Beim Durchspielen hatten wir zumindest nicht einmal das Bedürfnis, echtes Geld auszugeben.

Wer bezahlt, hat es leichter und kann zum Beispiel alle Spielwelten sofort aufschließen – allerdings verdirbt man sich damit auch die Herausforderung. Zudem lassen sich fast alle kaufbaren Gegenstände auch freispielen, lediglich sechs Pflanzen sind ausschließlich gegen echtes Geld zu haben: Imitator, Jalapeño, Zunderholz, Hagelzuckererbse, Powerlilie und Matschkürbis, allesamt alte Bekannte aus dem ersten Teil, kosten jeweils zwischen 2,69 und 3,59 Euro.

Fans des ersten Teils könnten sich zwar am etwas infantileren Grafikstil stören; Spaß werden sie aber mindestens genauso viel haben wie beim Vorgänger. Wer kein iOS-Gerät hat, muss sich allerdings gedulden: Umsetzungen für andere Mobil- oder Desktop-Plattformen hat Electronic Arts bislang noch nicht einmal angekündigt. (jkj)