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Play-Alternative: Huawei lockt Developer mit umfangreichem Entwicklungskit

Auf dem Web Summit stellt Huawei seine Alternative für Googles Play-Dienste der internationalen Entwickler-Community vor.

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(Bild: c't/hag)

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Huawei will nach dem Ausschluss aus dem Google Play Store sein eigenes Ökosystem voranbringen. Auf dem Web Summit in Lissabon zeigt der Hersteller die neuesten Ergänzungen zum Huawei HMS Core. Dabei handelt es sich um ein umfangreiches Entwicklerkit für die Huawei Mobile Services, das der Hersteller für App-Entwickler weltweit geöffnet hat und nun kostenlos zur Verfügung stellt.

Das Kit deckt viele wichtige Bereiche zur App-Entwicklung ab, inklusive eines Lokalisierungsdienstes, In-App-Käufen und Analysediensten. Werbetreibenden stehe beispielsweise die Möglichkeit offen, Nutzer für Marketingzwecke direkt anzusprechen. Neu hinzugekommen sind nun Abos, bei den Bezahldiensten sind unter anderem Kreditkartenanbieter wie Visa und Mastercard mit im Boot.

Ein System namens Quick Apps soll die Entwicklung neuer Anwendungen beschleunigen. Der Hersteller verspricht, dass Entwickler mit 20 Prozent des sonst für eine Standard-App notwendigen Codes auskommen. Der Speicherplatzbedarf einer typischen Quick-App würde von 64 MByte auf 2 MByte sinken.

Laut Huawei könnten Entwickler mit dem HMS-Kit einen Kundenkreis von 500 Millionen Nutzer weltweit erreichen, inzwischen 140 Million davon außerhalb von China. Mit den Huawei Mobile Services können Entwickler zentrale Dienste wie Cloud-Push oder Payment in ihren Apps nutzen, sie sind eine Alternative für die vom US-Embargo betroffenen Google Play Services. (vbr)