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Playerunknown's Battlegrounds: 120 Festnahmen wegen Cheat-Entwicklung in China

Spiele-Publisher Tencent bereitet eine chinesische Version von PUBG vor und geht schon jetzt gegen Cheater vor. Bei einer Aktion wurden nun 120 Verdächtige festgenommen.

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Playerunknown's Battlegrounds: 120 Cheat-Entwickler in China festgenommen

Über einen Wallhack lassen sich gegnerische Spieler auch durch Wände hindurch erkennen -- in diesem Fall werden sie rot umrahmt.

Das Internet-Unternehmen Tencent hatte sich 2017 die Vermarktungsrechte für das Multiplayer-Spiel Playerunknown's Battlegrounds in China gesichert und bereitet dort die offizielle Veröffentlichung einer angepassten Spiel-Version vor. Bereits jetzt geht das Unternehmen dabei massiv gegen Untergrundorganisationen vor, die Cheat-Tools für das Spiel entwickeln und verkaufen. Laut einem Bericht der Nachrichtenseite Bloomberg arbeitet Tencent mit Strafverfolgungsbehörden zusammen und hat bereits 30 Cheat-Entwickler/Verkaufsteams ausgehoben, wobei insgesamt 120 Menschen festgenommen wurden. Den Festgenommenen droht in China nun eine Gefängnisstrafe. Bloomberg zufolge seien auch schon in der Vergangenheit verurteilte Cheat-Entwickler im Gefängnis gelandet.

Playerunknown's Battlegrounds hat ein massives Cheater-Problem. Allein bis Ende Dezember sperrte das Anti-Cheat-Tool BattlEye rund 1,5 Millionen PUBG-Accounts. Cheater lassen sich von Spielern über eine integrierte Spielfunktion melden.

Playerunknown's Battlegrounds (17 Bilder)

(Bild: Bluehole)

Bereits vor der Veröffentlichung der China-Version, die noch in diesem Jahr stattfinden soll, wird die herkömmliche Version von Playerunknown's Battlegrounds zum Großteil von Chinesen gespielt. Sie machen mehr als die Hälfte der mittlerweile rund 27 Millionen Nutzer aus. Gleichzeitig wird Playerunknown's Battlegrounds in Spitzenzeiten von rund 3 Millionen Nutzern gespielt. Dabei liegt es deutlich vor Dota 2, Counter-Strike Global Offensive (ab 12,99 €) und Grand Theft Auto V (ab 15,99 €).

Tencent will die chinesische Version von Playerunknown's Battlegrounds mit "sozialistischen Grundwerten" versehen, um das Spiel den lokalen Zensurbestimmungen anzupassen. Was das genau für das Spiel bedeutet, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt allerdings noch unklar. Denkbar sind etwa das Integrierten sozialistischer Symbole und das Anpassen der verfügbaren Bekleidung.

PUBG: Wüstenkarte Miramar (6 Bilder)

(Bild: Bluehole)

Für die herkömmliche Version hat der Entwickler Bluehole kürzlich ein neues Update herausgegeben. Es soll die Performance in Spielsituationen verbessern, bei denen sich viele Spieler im gleichen Gebiet aufhalten. Außerdem behebt der Patch laut Bluehole das plötzliche Stoppen des Spieler-Charakters und merkwürdige Bewegungsanimationen während des Spiel-Replays. (mfi)

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