Playstation Portable in Deutschland ausverkauft [2. Update]

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Sony Computer Entertainment Deutschland kann sich freuen: Nach eigenen Angaben wurden alle ausgelieferten PSPs bereits am Startwochenende verkauft. Eine genaue Zahl der verkauften Geräte konnte Sony noch nicht nennen, will diese aber im Laufe des Tages nachliefern. Nachschub sei bereits unterwegs, beteuerte Sony. Bis zum Jahresende wolle man in Europa mindestens eine siebenstellige Zahl an Geräten ausliefern.

Dennoch verlief der Start nicht ganz reibungslos. So klagen zahlreiche Anwender in Internet-Foren, dass sie Pixelfehler auf ihrem Display hätten. Auch in der c't-Redaktion befinden sich auf einer europäischen PSP zwei Pixel am Rand, die bei schwarzen Bildern hell leuchten. Offiziell meldet Sony, dass sich erst ein Kunde bei ihnen mit Pixelfehlern gemeldet habe. Betroffene könnten sich jedoch bei der Service-Hotline unter 01805-766-977 melden, um das Gerät zu reklamieren.

Laut Sony gibt es keine festgelegte Anzahl von Pixelfehlern, bei der die PSP ausgetauscht wird. Wenn es sich lediglich um einige Pixel am Rand handele, die nicht stören, wolle man keinen Austausch vornehmen. Allerdings reiche bereits ein einziger störender Pixel in der Bildschirmmitte aus. Die Kunden könnten das Gerät kostenlos einschicken und bekämen innerhalb einer Woche Ersatz.

Leichte Probleme gab es auch beim UMD-Film "Alien": So stellte c't bereits bei der Testversion deutliche Ruckler bei langsamen Kameraschwenks fest, die in der Verkaufsversion von 20th Century Fox nach Angaben einiger Kunden ebenfalls auftreten. Fox teilte mit, dass bei ihnen bisher keine Beschwerden eingegangen seien und sie den in der c't berichteten Fehler nicht nachvollziehen konnten. Man werde der Sache aber weiter nachgehen, so ein Sprecher des Unternehmens. Die übrigen UMD-Filme zeigten keinerlei Probleme.

Zu dem Rennspiel "Wipeout Pure" gibt es inzwischen bereits die ersten Strecken zum Download. Für die Registrierung benötigt man allerdings die Seriennummer einer europäischen PSP. Besitzer der japanischen oder US-Version der Konsole, die das deutsche Spiel gekauft haben, kommen an das Zusatzmaterial bisher nicht heran. Sony will dies jedoch ändern.

Verbessert wurden hingegen die Ladezeiten einiger UMD-Spiele, zum Beispiel bei der europäischen Version von "Midnight Club 3: Dub Edition". Bei der US-Variante beschwerten sich die Tester noch über Ladezeiten von 70 Sekunden und mehr. Bei der deutschen Version wartet man nun durchschnittlich noch 35 Sekunden, bis die riesigen Innenstadtlevel, in denen man sich frei bewegen kann, geladen sind. Die Entwickler konnten bei der Erstveröffentlichung in den USA nicht die Ladezeiten überprüfen, da die PSP-Entwicklerkits dies nicht unterstützen. Gleiches berichteten auch Entwickler des Spiels "Lumines", das in der japanischen Version mit Ladeunterbrechungen zu kämpfen hatte, die in der US- und europäischen Ausgabe beseitigt wurden.

Update: Wie Sony Computer Entertainment Deutschland inzwischen bekannt gab, habe man noch keine offiziellen Rückmeldungen vom Handel und könne deshalb beim Ausverkauf nur von den ausgelieferten Geräten sprechen. So haben sich inzwischen zahlreiche Leser bei heise online gemeldet, die in Geschäften noch PSPs gesichtet haben. Auch der Online-Händler Amazon hat weiterhin Geräte im Angebot, sowohl eine 339 Euro teure Bundle-Version, als auch das normale Value Pack für 249 Euro. Zum Start seien in Deutschland etwa 80.000 PSPs ausgeliefert worden, so Sony.

2. Update: In der offiziellen Pressemitteilung spricht Sony inzwischen nur noch von 75.000 PSPs, die an den Handel ausgeliefert wurden. Best-Verkauftes Spiel der ersten Tage sei Ridge Racer, Wipeout Pure sei auf Platz 3 gelandet. (hag)