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MWC

Playstation-Smartphone kommt im März

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Sony Ericssons Android-2.3-Smartphone Xperia Play ist Spielekonsole und Handy in einem.

(Bild: Sony Ericsson)

Überraschend kam es nicht: In Barcelona hat Sony Ericsson am Vorabend des Mobile World Congress (MWC) sein bereits im Vorfeld angekündigtes Playstation-Smartphone Xperia Play im Detail vorgestellt. Das Smartphone läuft mit Android 2.3 Gingerbread und soll mobile Spielkonsole und Handy vereinen. "Wir bringen die Playstation auf die Android-Plattform", meint Kazuo Hirai, Manager für Networked Products and Services Group bei Sony.

Zusammengeklappt sieht das Smartphone ähnlich wie Sony Ericssons erstes Android-Smartphone Xperia X10 aus, nur etwas rundlicher. Genauso wie das X10 hat das Xperia Play einen kapazitiven Multitouchscreen mit 4 Zoll Displaydiagonale (5 cm × 8,9 cm) und 854 × 480 Bildpunkten (244 dpi). In eine Spielkonsole verwandelt sich das Smartphone, wenn man das längs ausschiebbare Controller-Pad mit den von der Playstation Portable (PSP) bekannten Bedienelementen wie Steuerkreuz und -buttons auszieht. Dazwischen hat der Hersteller zwei zusammenhängende runde Touchpads eingebaut, mit denen man Spielelemente steuern kann. Welche Steuerelemente darauf gelegt sind, bleibt dem Entwickler überlassen – im Prinzip kann er die Fläche auch als zusammenhängendes Steuerelement, zum Beispiel als Schieberegler, nutzen.

Spiele gibt es im Marketplace, der auf dem Xperia Play vorinstalliert ist. 50 Titel sollen zum Start verfügbar sein, von denen viele mit Multiplayermodus kommen und für das Xperia Play optimiert sein werden. 20 Entwicklungshäuser nannte Sony Ericsson als Partner, darunter EA, Gameloft, Fishlabs. Als Spiele nannte der Hersteller unter anderem Die Sims 3, Fifa 2010 und Need for Speed. Exklusive "legendäre Playstation-Titel" sollen vorinstalliert sein. Mitte des Jahres soll es zudem weitere Titel in einem exklusiven Playstation-Store geben.

Das GSM-Quadband- und UMTS-Dualband-Handy hat WLAN (802.11n), Bluetooth (2.1 + EDR) und GPS-Empfänger. Für genügend Leistung und Speicher für Spiele sollen der 1-GHz-Prozessor mit ARMv7-Architektur und die Adreno-205-GPU von Qualcomm sowie 512 MByte RAM sorgen. Der 400 MByte große Speicher ist mit MicroSDHC-Karten erweiterbar, eine 8-GByte-Karte hat Sony mitgeliefert. Die Kamera schießt Fotos mit maximal 5,1 Megapixeln, den Exmor-R-Sensor für besonders rauscharme Bilder hat sie nicht. Die vollständigen Spezifikationen gibt es in der heise online Handygalerie.

Das Xperia Play soll in den Farben schwarz und weiß weltweit in verschiedenen Ländern im März in die Läden kommen, unter anderem zuerst in den USA. Sony Ericsson Deutschland nennt eine unverbindliche Preisempfehlung von 650 Euro.

Je nach Zielmarkt sollen auf dem Xperia Play mehrere Playstation-Titel vorinstalliert sein.

(Bild: Sony Ericsson)

Bereits vor einigen Tagen hatte Sony Details zur Spieleplattform bekannt gegeben. So können Spieleentwickler über die Hardware-unabhängige Entwicklungsumgebung Playstation Suite eigene Andwenungen portieren beziehungsweise programmieren. Anfangs werden Nutzer im Playstation Store ältere, angepasste PSOne-Titel kaufen können, später sollen aber wohl auch PSP-Titel auf dem Gerät laufen. Über das Preisniveau der Spiele schwieg sich Sony aus.

Die Playstation Suite soll später auch für andere Android-Smartphones verfügbar sein, dort sollen die Playstation-Bedienelemente als virtuelle Touchbuttons eingeblendet werden. Smartphones mit dieser Funktion sollen "Playstation Certified" heißen, das Xperia Arc macht den Start. Zum Jahresende bringt Sony auch eine neue Spielkonsole heraus: Die Next Generaton Portable (NGP) soll die vor sieben Jahren eingeführte Playstation Portable (PSP) beerben, die mit Cortex-A9-CPU und PowerVR-Grafik in puncto Grafikqualität das Niveau der Spielkonsole PS3 erreichen soll. (acb)