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Playstation-VR-Titel ausprobiert: Iron Man VR und Blood & Truth

Keine Eintagsfliege: Sony steckt weiter viel Geld in große Playstation-VR-Produktionen. Wir haben Iron Man VR, Blood & Truth und Everybody's Golf VR angespielt.

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Im PSVR-Exklusivspiel Blood & Truth mangelt es nicht an Explosionen.

4,2 Millionen Playstation-VR-Headsets (ab 239 €) hat Sony laut eigenen Angaben bislang verkauft – durchaus beachtlich, wenn man bedenkt, dass die Verkaufszahlen aller PC-Headset-Hersteller deutlich darunter liegen: HTC Vive und Oculus Rift kratzen gerade einmal an der Millionengrenze.

Dass Sony es ernst meint mit der Virtual Reality zeigen auch die drei neuen angekündigten PSVR-Exklusiv-Titel, die wir bei einer Sony-Veranstaltung in New York probespielen konnten:

Schon nach wenigen Sekunden wird klar, warum Iron Man VR perfekt zur virtuellen Realität passt: Man fühlt sich nämlich wirklich wie Iron Man. Die Move-Controller in den Händen verwandeln sich in die charakteristischen Schubdüsen, mit denen man sich elegant durch die Luft bewegt.

Das Grundprinzip hat man schon nach kurzer Zeit verstanden, für exakte Flugmanöver benötigt man etwas Eingewöhnung. Solche waren in unserer 30-minütigen Demo aber gar nicht notwendig: Praktischerweise kann man mit den Schubdüsen ("Repulsor Jets") nämlich nicht nur fliegen, sondern auch ballern. Und genau das tut man primär in Iron Man VR. Das macht durchaus Spaß, allerdings wirkte die zweite der beiden von uns gespielten (frühen) Spielsequenzen arg auf Schienen; es ist zu hoffen, dass das fertige Spiel mehr freies Herumfliegen als durchgeskriptete Rail-Shooter-Levels bietet. Nicht ausprobieren konnten wir die angekündigte Upgrade-Mechanik, mit der man diverse Anzüge aufrüsten kann. Entwickelt wird Iron Man VR von Camouflaj, das zuvor an dem Stealth-Spiel République gearbeitet hat. Erscheinungstermin und Preis stehen noch nicht fest.

Wer The London Heist in der zum Start der PSVR erschienen Spielesammlung Playstation VR Worlds gespielt hat, kennt Blood & Truth: Der von Sony London Studio entwickelte Titel ist eine zum vollständigen Spiel aufgebohrte Variante des nur halbstündigen London Heist. Sechs bis acht Stunden Spielzeit versprechen die Macher, ausprobieren konnten wir bislang nur zwei jeweils etwa 10-minütige Level des klar an Guy-Ritchie-Actionfilmen orientierten Spiels.

Blood & Truth ist ein waschechter Railshooter, bewegen kann man sich nur an vorgegebene Positionen; meist von Deckung zu Deckung. Zwischendurch löst man kleine Rätsel. Den Reiz macht die realistische Handsteuerung aus: Dank Move-Controller lädt man die Waffe nach, indem man ein neues Magazin einsteckt – wie in echt. Türen knackt man, indem man mit beiden Händen Lockpicking-Werkzeuge im Schloss bewegt. Die beiden Demolevel boten ordentliche Schauwerte, an jeder Ecke explodierte etwas. Da die PSVR allerdings mehr Rechenleistung von der Konsole fordert als ein Fernseher, muss man bei der grafischen Qualität Abstriche machen – wie Uncharted 4 sieht Blood & Truth nicht aus. Dennoch: Vor allem das Herumballern macht großen Spaß, die Frage ist nur, ob die Macher die Spannungskurve über sechs Stunden halten können. Blood & Truth erscheint am 29. Mai und kostet 39,99 Euro.

Everybody's Golf ist eine Mischung aus Arcadespiel und Golfsimulation; seit 1997 sind ein Dutzend Fortsetzungen und Ableger für alle Playstation-Konsolen erschienen. Für PSVR haben die Serienmacher ClapHanz zusammen mit Sonys Japan Studios nun eine ausschließlich in VR spielbare Variante entwickelt.

Beim Schlagen blendet das Spiel eine Übersichtskarte ein.

Statt den Golfschläger schwingt man hier den Move-Controller, was sich vor allem beim Putten realistisch anfühlt: Hier bewegt man den Controller wie in der echten Welt. Beim Abschlag klappt das jedoch nicht wie in der Realität: Statt mit Schmackes den Controller zu schwingen, darf man auch hier nur Minigolf-artig putten – vermutlich stößt hier das im Vergleich zu PC-VR-Plattformen eher ungenaue Tracking an seine Grenzen. Wer Golfspiele mag und offen für japanische Anime-Ästhetik ist, dürfte dennoch Spaß an Everybody's Golf VR haben. Grafisch ist das Spiel außerordentlich gut gelungen. Der Titel erscheint am 21. Mai und kostet 29.99 Euro.

Hinweis: Sony hat den Redakteur nach New York eingeladen und die Reisekosten übernommen. (jkj)