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Plextor-Mutterunternehmen geht gegen Plextools-Alternativen vor

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Angeblich versucht das japanische Unternehmen Shinano Kenshi, die Muttergesellschaft von Plextor, die Verbreitung alternativer Software zum Prüfen der CD/DVD-Brennqualität mit Plextor-Brennern zu unterbinden. Im Forum der Webseite CDfreaks berichtet der Programmierer "zeb_", der die Linux-Software PxLinux entwickelte, dass er von einer Brüsseler Anwaltskanzlei im Auftrag des Unternehmens, dessen optische Laufwerke unter dem Namen Plextor bekannt sind, dazu aufgefordert wurde, seine Software nicht weiter zu verbreiten. Auch Alexander Noé, Programmierer der Windows-Software PxScan und PxView, die als Vorlage für die Linux-Portierung diente, hat laut zeb_ entsprechende Anwaltspost erhalten.

Angeblich schade die Software dem Ruf der Firma -- eine Aussage, die der Programmierer mit Verwunderung hinnimmt, hat seine Software doch lediglich auch Linux-Anwendern ermöglicht, die Fehleranalyse-Funktionen der neueren Plextor-Brenner zu nutzen. Der Grund für das Vorgehen dürfte auf der Hand liegen: Plextor legt die PlexTools nur seinen Retail-Paketen bei, alternativ kann man die PlexTools Professional XL zum Preis von 39 Euro erwerben. Diese bieten in der neuen Version 3.02 weitere automatisierte Diagnose-Funktionen für CDs und DVDs. Insofern sind die kostenlosen Programme dem Hersteller ein Dorn im Auge.

Tatsächlich stehen Plextors Chancen gut, die Verbreitung der kostenlosen Software zu stoppen -- wenn auch nicht unbedingt mit juristischen Argumenten. zeb_ etwa kündigt in seinen Forenbeitrag bereits an, dass er keine Muße habe, sich auf einen Rechtsstreit mit Plextor einzulassen. Plextor wollte zu den Abmahnungen auf Nachfrage von heise online keinen Kommentar abgeben. (vza)

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