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Pokémon Go: Direktkämpfe freigeschaltet, Raid-Bosse Lugia und Ho-Oh

Zum Wochenende lädt Niantic Pokémon-Go-Spieler ein, der Kälte zu trotzen und in Raid-Kämpfen gegen die legendären Monster Lugia und Ho-Oh anzutreten.

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Pokémon Go: Direktkämpfe freigeschaltet, Raid-Bosse Lugia und Ho-Oh

(Bild: Gerald Himmelein)

Das Reizvollste am Smartphone-Spiel Pokémon Go ist nach wie vor, dass man sich bewegen muss, um zu spielen. Pokéstops und Arenen stehen an festen Orten, die Pokémon erscheinen irgendwo dazwischen. Um Eier mit neuen Monstern auszubrüten, muss man stets unter dem Tempolimit von 10,5 Stundenkilometern bleiben: Radfahren ist out, Spazierengehen ist angesagt.

Kurzum: Pokémon Go ist das ideale Sommerspiel. Wenn es draußen kälter wird, muss sich das Entwicklungsstudio Niantic schon etwas ausdenken, um die Spieler trotz bitterer Temperaturen vor die Haustür zu bringen – etwa neue Pokémon oder andere Sonderereignisse.

Lugia und Ho-Oh zum Raid-Wochenende

In der Nacht zum Samstag schaltet Niantic die legendären Pokémon Lugia und Ho-Oh als Raid-Bosse frei. Das bedeutet hierzulande, dass die beiden Raid-Bosse in Deutschland von Samstag bis Montag in Arenen als Gegner in 5-er-Raids zu bekämpfen sind. Bei der Fangphase sollen auch die "schillernden" Varianten (Shiny) der mächtigen Vögel erscheinen.

Trainer-Kämpfe freigeschaltet

Seit Donnerstag sind zudem die Anfang des Monats angekündigten "Trainer Battles" freigeschaltet, bisher allerdings nur für Spieler mit Level 40. Wie bei anderen grundlegenden Neuerungen testet Niantic das neue Feature erst an erfahrenen Spielern und schaltet es dann nach und nach für weitere Spielerklassen frei.

Zunächst kann man sich in Trainings-Kämpfen warmspielen: Am Anfang stellt man in der Pokémon-Box unter der Überschrift "Kampfteam" seine Kampfteams mit je drei Kämpfern. Es stehen drei Ligen zur Auswahl: die "Superliga" für Pokémon mit maximal 1500 WP, die "Hyperliga" mit maximal 2500 WP und die Meisterliga ohne Obergrenze.

Bei dieser Gelegenheit hat Niantic die Team-Zusammenstellung deutlich vereinfacht: Jetzt kann man alle Pokémon nacheinander hinzufügen, statt nach jeder Wahl ins große Pokémon-Auswahlmenü zurückgeschickt zu werden. Pro Liga lassen sich maximal fünf Teams festlegen.

Zweite Ladeattacke

Mit der Einführung der PvP-Kämpfe (Player-vs-Player) bietet Niantic die Möglichkeit, eine zusätzliche Ladeattacke freizuschalten. Diese lässt sich später sowohl in PvP-Kämpfen als auch in Raid- und Arenakämpfen einsetzen.

Für die Freischaltung einer sekundären Ladeattacke benötigt man ein Lade-TM, Sternenstaub und Bonbons. Die Community-Website "Silph Road" führt eine große Liste mit den Staub- und Bonbonkosten für Sekundärangriffe. Fans der legendären Pokémon werden schlucken: Für diese kostet eine sekundäre Ladeattacke nicht nur 100.000 Sternenstaub, sondern zusätzlich 100 Bonbons.

Auf in den Kampf

Nach Zusammenstellung seiner Kampfteams tippt man auf die "In-der-Nähe"-Übersicht, die jetzt neben Pokémon und Raids auch "Kampf" anbietet. Ist ein anderer Trainer mit Level 40 in Reichweite, kann man ihn per QR-Code herausfordern. Ansonsten behilft man sich mit einem der drei Teamleiter: Blanche, Candela und Spark.

Zu Beginn des Kampfs wählt man sein dreiköpfiges Kampfteam. Was der Gegner am Start hat, erfährt man erst im Zuge des Kampfes. Hier liegt der ausschlaggebende Unterschied zu Raid- und Arena-Kämpfen, bei denen das Spiel bei der Monster-Auswahl assistiert. Für PvP-Kämpfe müssen Spieler schon Ahnung haben, welche Pokémon besonders gut austeilen und viel einstecken, und ihre Teams entsprechend zusammenstellen. Erschwerend kommt hier hinzu, dass die Effektivität der Angriffe sich verschärft hat: "Besonders effektiv" erzeugt jetzt 1,6-fachen Schaden (vormals 1,4). In der Praxis läuft das bisher allerdings oft auf dasselbe hinaus: Ein Dreiergespann aus Kyogre, Metagross und Mewtu kriegt fast jeden Gegner klein.

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Für Standard-Angriffe tippt man im lockeren Rhythmus auf den Bildschirm. Ist die Ladeattacke gefüllt, muss man drei Sekunden hektisch auf den Kreis tappen, um deren Wirkung weiter zu verstärken. Droht der Gegner seinerseits mit einer Ladeattacke, kann man einen von zwei Schutzschilden verwenden – ausweichen gibt es nicht. Dem gesamten Team stehen pro Kampf zwei Schutzschilde zur Verfügung, sie wollen also wohldosiert eingesetzt werden.

Für den Kampf vergibt das Spiel Belohnungen wie Sternenstaub und Sinnoh-Steine – und zwar sowohl an Gewinner als auch Verlierer. Danach erhält man die Chance zur Revanche. Hierbei ist man auf dieselbe Liga festgelegt; für einen Wechsel der Liga ist eine neue Einladung fällig.

Aus der Ferne oder gegen Trainer kämpfen

Spieler, die Hyperfreunde oder Beste Freunde sind, können einander auch aus der Ferne herausfordern. Hierfür ist im Freunde-Menü zwischen "Geschenk schicken" und "Tauschen" ein neuer Punkt "Kämpfe" aufgetaucht. Aktuell können nur Spieler mit Level 40 eine Herausforderung zum Kampf verschicken.

Der andere Spieler erhält eine Benachrichtigung, dass er zum Kampf aufgefordert wurde. Er kann die Herausforderung entweder annehmen oder ablehnen. Die Benachrichtigung erscheint allerdings nur im Spiel, nicht als System-Nachricht – wer also gerade eine andere App geöffnet hat, bekommt davon nichts mit. Freunde sollten sich über einen anderen Kanal koordinieren.

Trainingskämpfe gegen Blanche, Candela oder Spark werden schnell langweilig: Um gegen die Teamleiter zu verlieren, muss man schon absichtlich ein möglichst mieses Kampfteam zusammenstellen. Immerhin werden Trainingskämpfe auf die Medaille "Ass-Trainer" angerechnet, die seit der Arena-Umstellung im Juni 2017 brachlag.

Pokémon Go: Direktkämpfe, Raid-Bosse Lugia und Ho-Oh (7 Bilder)

In-der-Nähe Kampf

Das In-der-Nähe-Fenster führt zu Herausforderungen sowie zu Trainingskämpfen gegen die Teamleiter.
(Bild: Gerald Himmelein)

(bme)

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