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Pokémon Go: Raid-Woche und neue Monster

Eine Woche voller Raids soll im Smartphone-Spiel Pokémon Go den Sommer einleiten. Darüber hinaus sind seit Freitagabend neue Pokémon im Spiel erschienen.

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(Bild: Niantic)

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Kurz nach dem Event zum Filmstart startet in Pokémon Go schon die nächste Aktion: eine Raid-Woche mit Spezial-Events am Mittwoch und Samstag.

Wohl wissend, dass nicht jeder Lust darauf hat, sich bei Raids die Finger krummzuhämmern, lässt das Entwicklerstudio Niantic parallel dazu neue Pokémon der vierten Generation auf die Spieler los. Spezielle Lockmodule schalten weitere Monster frei, darunter zwei neue Entwicklungsrichtungen des Spiel-Maskottchens Evoli.

Die "Besondere Raid-Woche" geht offiziell vom 21. bis zum 28. Mai 2019 und beginnt um 22 Uhr (13 Uhr PDT). In Deutschland starten die Raids damit aller Voraussicht nach am Mittwoch, weil Niantic die Verteilung der Raid-Eier bisher um 21 Uhr beendet. Anlässlich der Raid-Woche werden am Mittwoch die Raid-Bosse ausgetauscht. Frustrierenderweise listet die offizielle Ankündigung nur auf, welche Pokémon in Raid-Kämpfen antreten, erwähnt aber nicht, welche davon neu sind – das sollen Spieler sich selbst erarbeiten.

Auf Stufe 1 kommen Bronzel, Bummelz und Machollo neu hinzu; von der bisherigen Auswahl bleibt nur Sheinux. Bei Raids der Stufe 2 treten neu an: Barschwa, Bidifas, Kirlia, Perlu und Traunfugil – hier bleibt nur Flunkifer. Stufe 3 bietet drei neue Gegner: Aerodactyl, Bojelin und Chaneira. Erhalten bleiben Raichu (Alola-Form) und Sichlor. In Stufe 4 sind Dragoran und Metagross neu; Absol, Despotar und Knogga (Alola-Form) gehörten schon vor der Raid-Woche zum aktuellen Gegner-Sortiment.

Raid-Kämpfer aller Stufen werden mit doppelt so viel Sternenstaub sowie doppelten Erfahrungspunkten (EP) belohnt. Darüber hinaus soll Bronzel in einer schillernden Variante erscheinen – ob das nur in Raids der Fall sein wird oder auch bei Wildfang, hat Niantic in seiner Ankündigung offengelassen. Das schillernde Bronzel ist olivgrün.

Nachdem es in den vergangenen Wochen immer wieder unangekündigte Raid-Stunden gab, findet am Mittwoch, den 22. Mai 2019 von 18 bis 19 Uhr ganz offiziell eine "Raid-Stunde" statt. In diesem Zeitraum starten in (fast) allen Arenen diverse Raids.

Bei den bisherigen "legendären Raid-Stunden" hat Niantic ausschließlich Level-5-Raids geschaltet, deutlich zu erkennen an der dunkel marmorierten Färbung der Eier. Bei der "Raid-Stunde" am Mittwoch sollen hingegen Eier für alle fünf Raid-Stufen erscheinen. Das kommt Gelegenheitsspielern entgegen: Um einen Level-5-Boss zu vermöbeln, müssen reguläre Spieler mindestens drei, besser vier Mitstreiter finden.

Level-4-Raids sind hingegen meist zu dritt machbar, Level-3-Bosse zu zweit oder gar alleine besiegbar. An einem Mittwochabend schnell vier ausreichend starke Mitspieler zusammenzutrommeln, bedarf Glück und Planung; da sind Raids niedrigerer Stufen mit interessanten Gegnern ein guter Trost.

Am Samstag ruft Niantic darüber hinaus den "Lapras-Raid-Tag" aus. Das Event läuft im alten Zeitraum der Community-Days, also von 11 bis 14 Uhr. Drei Stunden lang tritt überall das Eis- und Wasser-Pokémon Lapras als Raid-Gegner an, erstmals auch in einer schillernden Form (sie ist violett).

Spieler sollen in diesem Zeitraum fünf kostenlose Raid-Pässe erhalten. Wenn Niantic bei der aus vergangenen Events bekannten Darreichungsform bleibt, bekommen Spieler diese Bonus-Pässe nicht auf einen Schlag, sondern immer nach Verbrauch des letzten Gratis-Passes.

Endlich neue Monster: Niantic hat weitere Pokémon aus der Sinnoh-Gegend freigegeben.

(Bild: Niantic)

Um herauszuzögern, dass dem Spiel der Content ausgeht, hat Niantic die Veröffentlichung der vierten Monster-Generation in Pokémon Go in kleine Tranchen aufgeteilt. Am Freitagabend materialisierten sich ohne Vorankündigung fünf neue Pokémon samt ihrer Entwicklungsstufen. Sie verstecken sich sowohl in Eiern als auch in freier Wildbahn.

Das Käfer-Pokémon Burmy tritt in einem Umhang aus Lumpen, Pflanzen oder Sand auf. Die konkrete Form richtet sich nach der Umgebung, in der es erscheint (Stadt, Land bzw. Strand/Wasser). Geschlechtsabhängig entwickelt sich Burmy entweder zu Burmadame oder Moterpel. Die weibliche Entwicklung Burmadame wirft sich wieder in drei unterschiedliche Umhänge; der männliche Flugkäfer Moterpel sieht immer gleich aus.

Das kirschähnliche Pflanzen-Pokémon Kikugi entwickelt sich zu Kinoso. Hier hängt die Entwicklungsform vom Wetter ab: Bei schlechtem Wetter entwickelt es sich zur Wolkenform, bei gutem zur Sonnenform. In Hannover erscheint vor allem die Wolkenform. Einfacher sieht es beim nilpferdähnlichen Boden-Pokémon Hippoptas aus: Es hat nur eine Entwicklung, Hippoterus. Sehr selten anzufinden ist der Landhai Kaumalat, der sich über Knarksel zu Knakrack entwickeln kann. Ersten Spielerberichten zufolge schlüpft Kaumalat wie sein Cousin Dratini aus 10-km-Eiern. Vom Wasser-Pokémon Schalellos gibt es lokal bedingt zwei Varianten: eine pinke für das westliche Meer, eine hellblaue für das östliche Meer. Die Weiterentwicklung Gastrodon ist ebenfalls farbcodiert.

Im spiel-internen Shop locken neue Lockmodule.

(Bild: Niantic)

Im spielinternen Shop haben sich drei neue Lockmodul-Typen materialisiert. Sie tragen den Vorsatz Gletscher, Moos und Magnet und ziehen jeweils unterschiedliche Pokémon-Typen an. Lockmodule sind Erweiterungen für Pokéstops, die spielinternen Tankstellen für Bälle, Tränke und andere Bonusgegenstände. Setzt ein Spieler ein Lockmodul in einen Pokéstop, materialisieren sich eine halbe Stunde lang zusätzliche Pokémon im Umkreis des Stops.

Normale Lockmodule kosten 100 Pokémünzen und sorgen dafür, dass alle drei Minuten ein neues Pokémon beliebigen Typs erscheint. Die neuen Spezial-Lockmodule kosten 200 Pokémünzen, lassen aber alle anderthalb Minuten ein neues Pokémon erscheinen.

Hier hängt der Pokémon-Typ vom Lockmodul-Typ ab: Um ein Gletscher-Lockmodul sammeln sich Monster vom Typ Eis und Wasser; ein Moos-Lockmodul lockt Pokémon vom Typ Gift, Käfer und Pflanze an und ein Magnet-Lockmodul zieht Monster vom Typ Elektro, Gestein und Stahl in seinen Einzugsbereich. Die neuen Lockmodule schalten auch zusätzliche Entwicklungsstufen frei. Dreht ein Spieler den passend bestückten Pokéstop, lassen sich daraufhin Evoli, Magneton und Nasgnet zu neuen Monstern entwickeln.

Wie bei den bisherigen Evoli-Entwicklungen gibt es auch für Folipurba und Glaziola einen Trick, um die Evolution zu erzwingen. Diese Methode funktioniert nur einmal pro Entwicklungsrichtung – sprich: Nach der ersten erzwungenen Entwicklung ignoriert das Spiel den Trick. Benennt man ein Evoli in "Linnea", entwickelt es sich zu Folipurba. Benennt man es in "Rea", entwickelt es sich zu Glaziola. Die Silhouette neben dem "Entwickeln"-Knopf zeigt die entsprechende Kontur.

Pokémon Go: Evoli-Entwicklungen erzwingen (3 Bilder)

Je nachdem, wie man ein Evoli umbenennt ...
(Bild: Niantic)

Hat man eine der Entwicklungen bereits über ein Lockmodul herbeigeführt, erscheint statt der Kontur eine Miniansicht des Pokémon (siehe Bilder). (Für Neulinge noch kurz die anderen Namenstricks: Rainer produziert Aquana, Sparky produziert Blitza, Pyro produziert Flamara, Tamao produziert Nachtara und Sakura produziert Psiana. Diese Tricks funktionieren nur jeweils einmal.)

Pokélender
13. bis 22. Mai Go-Schnappschuss-Wettbewerb: Kreativ-Herausforderung
21. bis 28. Mai Besondere Raid-Woche (ab 22 Uhr)
22. Mai Raid-Stunde (18-19 Uhr)
25. Mai Lapras-Raid-Tag (11-14 Uhr)
8. Juni (Samstag) Community Day
13. bis 16. Juni Go Fest 2019 USA (Chicago)
4. bis 7. Juli Go Fest 2019 Europa (Westfalenpark Dortmund)
21. Juli (Sonntag) Community Day
3. August (Samstag) Community Day
6. bis 12. August Pikachu Outbreak & Go Fest 2019 Japan (Yokohama)

(axk)