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Pokémon Go Update: Besserer Radar, Tempowarnungen

Die aktuelle Revision des Smartphone-Spiels Pokémon Go überarbeitet die Radarfunktion und warnt Spieler, die sich zu schnell fortbewegen.

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[Updates vom 16.8.2016:] Aktualisierte Informationen über den erweiterten Tracker, iOS-Update auf 1.3.1. [/Update]

Nach gerade mal einer Woche hat Niantic wieder eine neue Revision des Smartphone-Spiels Pokémon Go veröffentlicht. Die augenfälligste Neuerung ist eine verbesserte Übersicht über die in der Nähe befindlichen virtuellen Monster. Zudem warnt die App jetzt, wenn Spieler zu schnell unterwegs sind – letzteres aber nicht immer zuverlässig.

Aber der Reihe nach. Das aktuelle Pokémon Go-Update für Android ist die Revision 0.33.0; die iOS-Version trägt die Versionsnummer 1.3.0. Wie schon das Update vom 31. Juli blendet auch die aktuelle App beim Start oberlehrerhafte Hinweise ein, man möge bei der Monsterjagd nicht in Privatgrundstücke einbrechen, keine gefährlichen Gelände betreten und dreimal täglich gründlich die Zähne putzen.

Die bisherige Warnung, beim Autofahren nicht zu spielen, wurde jetzt verschärft: Sitzt man im Auto, warnt die App "Du bewegst dich zu schnell!" und "Pokémon GO nicht beim Fahren spielen!". Diesen Dialog muss man über eine Schaltfläche mit dem Titel "Ich bin Mitfahrer" schließen – "Abbrechen" gibts nicht.

Zu schnell zum Monster jagen – mit diesem Dialog will Pokémon Go Autofahrer vom Spielen abhalten.

Unter welchen Umständen die Warnung konkret erscheint, war experimentell nicht zweifelsfrei herauszufinden: Auf dem Fahrrad zeigte sich das Spiel von 30 km/h gänzlich ungerührt; im Auto erschien die Meldung schon kurz nach dem Anfahren auf dem Parkplatz, als der Tacho gerade mal 10 km/h anzeigte.

Auch weitere Versuche im Stadtverkehr (ja, auf dem Beifahrersitz) verliefen mit unbefriedigendem Ergebnis: Nach dem Anfahren an der Ampel kam selbst bei 50 km/h keine Warnung; als der Testwagen hingegen rechts ranfuhr, poppte sie plötzlich auf. Es ist zu vermuten, dass die Warnfunktion auf schnelle Änderungen der Beschleunigung reagiert. Allerdings erscheint die Meldung auch mitunter, nachdem sich der Spieler bewegt hat, während die App nicht im Vordergrund war – ohne Auto weit und breit.

Tippte man auf die Statusleiste unten rechts, zeigte Pokémon Go beim US-Start noch die Entfernung frei herumlaufender Monster in Fußabdrücken an; ein Abdruck stand für 100 Meter. Noch vor dem Deutschlandstart wurde diese Anzeige abgeschaltet: Unter allen Monstern standen stets drei Fußabdrücke. Das Update vom 31. Juli schaffte die Fußabdrücke komplett ab und blockierte zugleich Verzeichnisdiensten wie Pokévision den Zugriff auf die Server – so wurde Monster finden wieder stärker zur Glückssache.

Nichts in der Nähe als ein Rattfratz und ein Mauzi – prima, dann fange doch bitte letzterer ersteren, während der Redakteur diese Meldung zu Ende schreibt.

Mit dem aktuellen Update vom 8. August wurde der Indikator deutlich überarbeitet: Unter der Überschrift "Gesichtete Pokémon" werden meist zwei bis fünf Monster angezeigt, von Grasbüscheln umgeben. Das ernüchtert zuerst, gibt die Lage aber endlich ehrlich wieder – vorher jagte man immer wieder Monster-Zombies hinterher, die längst verschwunden waren. Wenn der Tracker jetzt etwas anzeigt, kann man sich darauf verlassen, dass sich das versprochene Monster auch im Umkreis herumtreibt – Erfahrungsberichte wollen einen Radius von 200 Metern beobachtet haben.

In einigen Regionen testet Hersteller Niantic einen erweiterten Monster-Tracker, der unter "In der Nähe" hinter bestimmten Pokémon einen Kreis mit einem Bild des nächstgelegenen Pokéstops einblendet; weitere Pokémon in der Umgebung werden als "Sightings" angezeigt.

Ein Tipper auf mit Bildern hinterlegte Pokémon führt zu einer Nahansicht des Pokéstop. Klickt man darunter auf "View", erscheint ein Überblick der Umgebung aus der Vogelperspektive. Auf der Karte wird der ausgewählte Pokéstop zur Orientierung daraufhin durch ein rosa Symbol mit drei Fußstapfen gekennzeichnet. Derzeit wird diese Erweiterung nur Spielern in San Francisco angeboten: heise online konnte den erweiterten Tracker bereits vor Ort ausprobieren. Ob und wann diese Funktion im Rest der Welt ankommt, bleibt abzuwarten.

Die iOS-Version hatte beim Update auf 1.1.0 den "Batteriesparer" verloren, der viele Abstürze verursacht hatte. Die Option schaltet den Bildschirm schwarz, sobald das Smartphone vornüber gekippt wird. Bei Build 1.3.0 ist der Batteriesparer wieder da – führte bei einem Test-iPhone aber weiterhin dazu, dass sich das Spiel mitunter nicht mehr steuern ließ.

Weiterhin beheben die aktuellen Versionen einen Fehler der Versionen vom 31. Juli, aufgrund dessen Pokémon Go besonders gelungene Ballwürfe zwar noch kommentierte ("Klasse", "Sehr gut", "Ausgezeichnet"), aber nicht mehr konsequent mit Bonuspunkten prämiierte.

Offenbar wurde Niantic in den vergangenen Wochen mit Anfragen überhäuft, den öffentlich einsehbaren Spielernamen zu ändern. Unter Einstellungen bietet das Spiel jetzt die Möglichkeit, den Spitznamen zu ändern – allerdings nur ein einziges Mal. In den Release Note bitten die Entwickler, den neuen Spitznamen weise zu wählen. (Eine öffentliche Durchsage an den Spieler "Reichskanzzler" in Hannover: Bitte nutze die einmalige Chance, um Dir etwas weniger Peinliches auszusuchen.)

[Update 16.8.2016:] Am 11. August ist für iOS die Revision 1.3.1 erschienen. Sie enthält nur Bugfixes, um leere Dialoge zu korrigieren und die Absturzfreudigkeit der App zu reduzieren. [/Update]

Pokemon Go, erste Eindrücke (10 Bilder)

Der Spieler bewegt sich in einer Parallelwelt, die auf einer verfremdeten Karte beruht.

(ghi)