Pokémon Go & das Coronavirus: Solo-Gameplay statt Jagdgesellschaft

Die Coronaviruspandemie hat Auswirkungen auf das AR-Spiel Pokémon Go: Niantic reagiert mit einem Fokus auf Einzelspieler-Inhalte.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 6 Beiträge

(Bild: Niantic)

Von

In den vergangenen Jahren hat Niantic sein AR-Spiel Pokémon Go ausgebaut, um eine Gemeinschaft von Spielern zu erschaffen: Es gilt Freundschaften zu anderen Spielern zu pflegen, starke Raid-Bosse können nicht alleine besiegt werden. Zudem fanden mit Events wie den Go-Festen und den Safarizonen Veranstaltungen in der echten Welt statt, bei der sich Spieler zur gemeinsamen Monsterjagd treffen konnten. Ein wichtiger Aspekt dieser Events ist die Begegnung mit fremden Spielern aus anderen Ländern: Manche Pokémon gibt es nur in bestimmten Regionen der Welt, sodass diese begehrte Tauschobjekte darstellen.

Die aktuelle Coronaviruspandemie wirbelt dies freilich durcheinander. So wurden die für März, April und Mai geplanten Safarizonen in St. Louis, Liverpool beziehungsweise Philadelphia mittlerweile abgesagt. Wer ein Ticket dafür gekauft hat, kann es sich entweder erstatten lassen oder behalten, um es dann bei Ersatzterminen zu nutzen – diese hat Niantic bislang aber nicht bekanntgegeben.

Auch im Spiel hat Niantic Anpassungen vorgenommen. Da die Menschen inzwischen nahezu weltweit dazu aufgerufen sind, die eigenen vier Wände nur zu wichtigen Anlässen und möglichst allein zu verlassen, wurden die Spawn-Raten und -punkte hochgesetzt, sodass man auch von Sofa aus noch Monster fangen kann. Der allmonatliche dreistündige Community Day, bei dem sonst Spielergruppen gemeinsam durch Parks gezogen sind, wurde im März kurzerhand gestrichen. Gleiches gilt für die allmittwöchliche Raid-Stunde, bei der sonst vermehrt Raid-Bosse der stärksten Stufe erscheinen.

Weil diese Raid-Bosse monatlich rotieren und ebenso starke wie begehrte Pokémon sind, bekommt man die Tierchen inzwischen nicht mehr nur in Raids, sondern auch als Belohnung für Kämpfe in der kürzlich eingeführten Go Battle League. Die PvP-Gegner werden einem über Niantics Server zugeteilt, sodass keine Interaktion in der echten Welt nötig ist.

Dieser Tage findet zudem zum zweiten Mal ein kostenpflichtiges Spezialforschungs-Event statt, bei dem ein neues Monster debütiert, bevor es dann später als Gegner in speziellen Ex-Raids auftaucht. War beim Vorgänger-Event rund um Regigigas noch ein gemeinschaftliches Spielen Pflicht, damit man die als Aufgaben gestellten Raid-Kämpfe schaffen konnte, ist das seit Freitag (20.3.) laufende und bis zum Donnerstag (26.3.) verlängerte Genesect-Event komplett auf Solo-Gameplay ausgelegt.

Auf Niantics englischen Support-Webseiten findet man eine Übersichtsseite, welche Events und Features aktuell vorgesehen sind und welche Änderungen bereits vorgenommen wurden. Es steht zudem zu erwarten, dass es weitere Anpassungen geben wird – diese hat Niantic-Chef John Hanke nämlich kürzlich auf Twitter angekündigt (via Reddit/TheSilphRoad). (mue)